Gedanken

Gedanken

gedanken die in mich fallen
sich ausbreiten und vermehren.

vielfältige gedanken die sich stapeln,
durch den kopf wirbeln, erfaßt werden wollen

stürzend in vergessenheit geraten,
wieder ausgegraben werden, gedanken

schwer und leicht, mehrfaltig wie ein fächer
schwingend oder träge, gedanken

die sich auf die seele legen, flattern
und fliegen,traurig, lustig, wütend

nachdenklich, verwirrt und klar,
leise,zärtlich, träumend, gedanken

kunterbunt verschluckt und glücklich
gedanken für mich zum aufschreiben

gedanken wie erinnern und anklopfen
und nicht vergessen werden.

© Chr.v.M.

Apriltage.

Apriltage.

In Blau versinken Wolkenherzen
Nordwinde spielen sacht und locken.
Auf Blumenkopfschmuck liegt ein Scherzen
im Blütentaumel die Natur.
Der Wind erfasst´s, macht die Rasur.

Auf allen Bäumen Spatzen hocken
sie schimpfen, wann wird`s wieder trocken
April macht doch nur was er will
und plötzlich wird ganz still der Wind
den drüben dort, da lacht ein Kind.

Die bunten Gummistiefel platschen
in großen Pfützen, Händchen klatschen,
denn jedes Wetter ist doch schön,
mußt`s nur durch Kinderaugen sehn.
In Blau versinken Wolkenherzen.

Nordwinde,
Wolken,
Blumen,
Scherzen

April,
April ….

© Chr.v.M.

Zwischenwelt . . .

Zwischenwelt . . .

Der Himmel um mich
wurde blasser ,

mich zog es –
ich weiß nicht warum –
ich mußte ans Wasser ,
mein Fühlen war krumm
.

Natur mußte mich
mit Natur erschlagen –
ich konnte den Alltag
nicht mehr ertragen .

Die Wellen der See –
sie nahmen mich fort –
sie trugen mich endlich
an den seligen Ort.

Die Farben des Himmels,
sie stimmten mich leise,
ich sah die Beschwernis
auf andere Weise.

Doch plötzlich
da zog ein Nebel davor,
und ich stand wieder kalt
in des Lebens Tor …

… ich für mein Teil
liebe nichts wohl so sehr
wie eine wildbewegt‘ See –
wie ein lebendes Meer.

© ee
ewaldeden

Natürlich Natur . . .

Natürlich Natur . . .

Bären und Wölfe
sind in PIPPI LANGSTRUMPFS Land
seit langen Jahren nicht mehr bekannt –
nun hat sich die Natur die Freiheit genommen
und Raubtiere sind von Norden gekommen.

Ein Schrei der Empörung aus menschlichen Kehlen –
erledigt die Biester – sie morden und stehlen.
Es ist den Menschen nicht offenbar
wie es von Anbeginn vorgeseh’n war.

Gott hat zwar verkündet – und da ist was dran –
macht euch die Erde untertan.
Doch wie dies gemeint das ist häufig vergessen –
der Mensch ist zu oft auf’s Alleinrecht versessen.

Für alle ist Platz auf dem Erdenrund
für Mensch Wolf und für Bär,
für Katze und Hund.
Und wenn einer dem andern mal Schmerzen zufügt
dann bitte nur so
daß er dem Naturtrieb genügt.

Der Wolf reißt sich Nahrung,
der Mensch möchte schrei’n –
doch des toten Wolf’s Partner bleibt auch allei
n.

Drum lebt miteinander –
akzeptiert wie ihr seid,
dann seid ihr von vielen Lasten befreit.

© ee