und nirgendwo seh’ ich ein Licht

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I n mir drin wächst Unbehagen

ich fühle die Stacheln schon unter der Haut
in mir drin wächst das Erwarten
auf den Moment
in dem das Eis um mich taut

in mir drin wächst die Befürchtung
daß ich dann alles zerstöre
in mir wächst die Erwartungshaltung
daß ich das auch noch beschwöre

ich spüre ich freu mich auf splitternde Knochen
ich freu mich auf blutende Nasen
ich merke wie mein Hass kommt ins kochen
und beiße vor Wut in den Rasen

ich fühl’ meine Ohnmacht und balle die Hände
ich schlage mir selbst ins Gesicht
ich seh um mich her nur haushohe Wände
und nirgendwo seh’ ich ein Licht.

© ee

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Über https://christinvonmargenburg.wordpress.com/https://christinvonmargenburg.wordpress.com/"In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühen kaum in langer Zeit erreicht." Johann Wolfgang von Goethe

5 Gedanken zu “und nirgendwo seh’ ich ein Licht

  1. Ungewöhnlich – weil dieses Gedicht Mitgefühl für den hasserfüllten Rasenden erweckt. Das ist heutzutage, im Zeitalter der Polasierung, doch gar nicht mehr üblich, geschweige denn schicklich… 😉

  2. Gut und Böse sind untrennbar miteinander verbunden – das Eine ist auf das Andere angewiesen – wer dem Bösen nicht den Raum zum Leben einräumt der verhindert das Gedeihen des Guten

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