Zum Tage …

Zum Tage …

S onntagsreden, Sonntagspreden,
Sprachgemenge überall –
fließet hohl aus vielen Mündern
als gesalbter Worte Schwall.

Was soll uns das Getöne sagen,
welch’ Dunkel soll es uns erhellen –
ist’s nicht oft überflüssig’ Klagen
wie aufgeschrecktes Hunde Bellen?

Oder ist es wirklich Antwort,
und löst die Rätsel uns’rer Zeit –
die hier und da an jedem Ort
entfachen blutig’ Zwist und Streit?

Ich glaub’ es nicht, kann nicht erkennen
daß irgendwo der Friede keimt –
seh‘ nur die Menschheit sich verrennen
und von Profitjägern geleimt.

©ee

Über https://christinvonmargenburg.wordpress.com/https://christinvonmargenburg.wordpress.com/"In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühen kaum in langer Zeit erreicht." Johann Wolfgang von Goethe

2 Gedanken zu “Zum Tage …

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