Das verlassene Dorf . . .

Das verlassene Dorf . . .

Ein Schleier liegt über den Dünen –
vom Meer zieht Nebel grau ins Land,
die Möwe fliegt mit großem kühnen
Bogen über Deich und Strand.

Noch schickt der Turm in hellen Bahnen –
sein Licht zum Horizont hinaus,
der Wellenkämme weiße Fahnen –
seh’n wie Gespensterreiter aus.

Im Hafen – wie gestrandet’ Wale –
die Kutter liegen auf dem Schlick,
die Lampen wie gespenstisch kahle
Augen, mit verlor’nem Blick.

Die Fischerhäuser sind verlassen –
aus Fensterhöhlens Einsamkeit,
sieht man die Zukunft hier verblassen –
Leben hier liegt lang schon weit.

Zehn Alte – deren Weg bald endet –
die sieht man noch – in Dorfes Rund,
die Jungen hat die Welt verblendet –
mit ihrem Machwerk – ganz in bunt.

©ee

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2 Comments on “Das verlassene Dorf . . .

  1. so geht es mir, wenn ich mal eine Fahrt in die Vergangenheit mache, hier noch ein Tipp von mir, ich empfehle kräftig durchzuatmen, die Sonne kommt garantiert wieder in alter Stärke zurück, Klaus

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