Der Brummkreisel Effekt

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Wie sich die Dinge, Verhaltensweisen und Geschehnisse

doch NICHT geändert haben … …

Der Brummkreisel Effekt

Bei den bisherigen Kanzlern unserer Nachweltkriegszwei-Republik bereitete es mir stets keine Probleme, deren Tun und Lassen auf der politischen Bühne ein- oder den jeweiligen Interessenlagen zuzuordnen. Deren Hin- und Herkursen konnten die Bürger, wenn sie denn nur ein wenig politisch interessiert waren, einigermaßen erkenntlich folgen. Es war zumindest eine gewisse Kontinuität vorhanden.

Verstehen konnten die meisten sie denn aber trotzdem nicht, weil sie nicht den Mut besaßen, sich vorzustellen, dass „Ihre“ gewählten Volksvertreter, die ja in ihrem Verständnis den Krieg gemeinsam mit ihnen verloren hatten, sich mitnichten zu den Kriegsverlierern zählten, sondern es ihnen immer nur glauben machten..

Es ist aber ja gut und einträglich für die Hintermächte, wenn die Masse des gedemütigten Volkes, ehrfürchtig und auf ewig dankbar, auf den Knien kriecht, und zu seinen „Rettern“ aufschaut.

Es war in den späten 40ern und auch noch in den Anfangs 50er Jahren irgendwie verständlich, denn die „Nähe“ des angeblichen „Systemwechsels“ in 45 war noch zu nahe – und ein wenig schuldig fühlte sich doch fast jeder damals schon den Kinderschuhen entwachsene Deutsche nach Kriegsende. Es wurde ja von aller Welt und den eigenen Regierenden immer wieder und wieder und bis auf den heutigen Tag genährt und am Leben erhalten, dieses Schuldgefühl. Schuldgefühl macht doch so schön opferbereit.

Es sollten einmal die Summen, die bis gegenwärtig dafür dem deutschen Volk abgepresst worden sind, öffentlich aufgelistet werden. Die Summe der Leistungen würde jeden Rahmen sprengen und im Volke blankes Entsetzen hervorrufen, das mit Sicherheit in Wut und Hass auf die dafür Verantwortlichen umschlüge. Dann hätten wir den deutschen „arabischen Frühling“.

Daß man nach der „Errettung“ aus den Klauen des Nationalsozialismus in Ämtern und Positionen unseres Landes zum großen Teil in eben die gleichen Gesichter sah, in die die Menschen im Reiche schon in der Maske der Nazis geschaut hatten, daran hat erkenntlich und verständlich damals im Lande fast niemand Anstoß genommen. Es waren ja die „Fachleute, die „Erfahrenen“ in Politik und Verwaltung – UND sie waren ja allesamt geläutert, von den Alliierten entnazifiziert und mit einem der berühmt berüchtigten „Persilscheine“ ausgestattet worden.

Diese berühmte deutsche Allzeit-Erfindung, die ALLE, aber auch ALLE Westen weißwäscht, die von ihren Trägern irgendwie durch Betrug, durch Verrat oder auch durch Mord besudelt und verdreckt worden sind.

Sie waren ebenso geläutert, wie im Märchen der Wolf, der Kreide fraß, bevor er sich über die Geißen hermachte und sie vertilgte.

Dieses wohl urtypisch deutsche „Kanzler-Gen“ des „Wandelns im Sagen“ (der ‚Alte’: Was schert mich mein Geschwätz von Gestern) ist nun, da es den ersten weiblichen Wirtskörper seit seinem Entstehen zugewiesen bekommen hat, erschreckend mutiert.

Es bewirkt bei seiner Trägerin nun nicht mehr nur noch nachvollziehbare Hin- und Herkurse, sondern es hat sich auf dem Weg über den Kehrtwendungs-Effekt zur Brummkreisel-Manie fortentwickelt. Denn ein so schneller Wechsel in den An- und Aussagen, ein solches Rotieren durch alle Spiel- und Abarten im politischen Sandkasten, das kann nur durch immer schnelleres Drehen um sich selbst erreicht werden. Der Brummkreisel-Effekt also. Wir kennen ihn alle aus unseren Kindertagen. Nur, unsere Brummkreisel, wenn wir sie denn durch gekonnte Schläge mit der Peitsche in Bewegung hielten, die richteten durch ihr immer schnelleres Rotieren keinen Schaden an – sie verrieten, verschacherten und vernichteten kein Volk. Das machte unsere „Brummkreisel“ von damals – im Vergleich zu dem Exemplar im heutigen Kanzleramt – so liebenswert.

ewaldeden©2013-03-17

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