Auf der Lebensscheibe…

Auf der Lebensscheibe…

Die Welt kommt rasend schnell auf Touren
der Tag beginnt sein Taggeschäft
oh Gott, ich bin ja noch auf Schluren
merk’ ich, als mich ein Hund ankläfft.

Schon früh mit Links falsch aufgestanden
der Kaffee war mehr kalt als heiß
da schwant’ mir schon, ich würd’ wo landen
wo ich nicht wollt’, in irgend son Scheiß.

Am Abend ging’s schon seltsam los –
irgendwie war ich durch den Wind,
der Nachthos’ Hintern ziert den Schoß
ich fühlt’ mich hilflos wie ein Kind.

In der Nacht dann diese Träume,
von Riesenbergen Himbeereis
und als ich schlecken wollt’ die Schäume
war meine Traumwelt schon verwaist.

‘ne bunte Zuckerstang’ erschien mir,
war in der Kindheit höchstes Ziel –
doch als ich legt mich ins Geschirr
war’s wieder nur des Traumes Spiel.

So dreh ich Nächtens meine Runden,
mal freudig und mal angstverzerrt –
mal wach ich auf, total zerschunden,
ein andermal selbst ausgesperrt.

Mir scheint das Leben eine Scheibe,
die dreht sich wie ein Karussell –
ich weiß noch nicht, wie lang’ ich bleibe
an der mir zugewies’nen Stell’.

© ee

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