Blind, taub und stumm …

Blind, taub und stumm …

Man hat uns die Weite genommen,
man hat den Blick uns verstellt –
von fern ist das Böse gekommen,
begierig auf Macht nur und Geld.

Dereinst da grünten die Auen,
der Wind strich gelind’ drüber hin –
wer wollte der konnte sie schauen,
es stärkte uns Seele und Sinn.

Es kamen der Welten Zerstörer
und nisteten sich bei uns ein –
entlarvt als des Teufels Beschwörer,
vernichtend nur Sinnen und Sein.

Geblendet von trügerisch’ Bildern
folgt’ Volk ihnen als blindes Getier –
es sah nicht das tödliche Wildern,
hielt Mordlust für menschliche Zier.

Man hat sich erst wieder besonnen
als Asche war alles, und tot –
hat neues Beginnen begonnen,
als geronnen und schwarz das blutige Rot.

ewaldeden2016-10-03

©ee

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