„Roode Kappen“ …

 

 

 „Rotkäppchen’s“ …

Bald können sich die Menschen in unserem Lande gar nicht mehr an diese Sorte von Mannsleuten erinnern.
„Rotkäppchen“ das waren doch die Kerls mit den roten Mützen auf ihren Köpfen und die Trillerpfeifen in den Mündern, die jedermann vor der Abfahrt eines Zuges weit und laut trillern hören konnte. Wenn sie denn die grüne Kelle in die Bahnhofsluft streckten, dann wusste der Fuhrmann in dem eisernen Pferd vor den vielen Waggons, dass er dem Zug unter sich Dampf geben konnte – er konnte die Pferde von der Leine lassen. Die blitzenden Schienenstränge waren frei für sein Ungetüm von Dampfroß für den nächsten Galopp durch das weite Land.
Wer von uns Schuljungs wollte nicht einmal wenigstens Lokomotivführer werden? Zumindest eine zeitlang in der Schulzeit … Lokomotivführer die konnten soviel dampfen und rauchen wie sie wollten – da kam niemand und gab ihnen eine Backpfeife, von wegen der „Schmökerei“ oder zog ihnen die Ohren deswegen lang. Allein die Vorstellung dieses freien Lebens ….
Eines Morgens in diesem Herbst wurde ich mit Kattun in meine Kindheitsträume von irgendwann einmal „Rotkäppchen“ zu sein, zurückgeworfen – ich war zumal von so vielen roten Kappen umgeben, als wenn sich alle Bahnmenschen von damals bei mir vor der Türe getroffen hätten. Und dabei wohne ich doch gar nicht auf einem Bahnhof – und der Bahnhof in unserer Stadt ist auch kein richtiger Bahnhof mehr Seit längerer Zeit hat man da auf jeden Fall schon keine Züge mehr abdampfen sehen – auch wenn das keiner so recht wahrhaben will. Nun sind mir zumindest „meine Rotkäppchen“ da zwischen Autostrasse und Fußweg vor meinem Zuhause eine Weile treu geblieben.© ee
ewaldeden
 … un nu dat heele Waark up Nedderdüütsch ov ok woll plattdüütsch

„Roode Kappen“ …

Bold köänt sükk de Minschen in us Landje gannich mehr an disse Szort Mannslüü besinnen
Rotkäppchens – dat weesen doch de Keerls mit de rode Mützen up de Koppen un de trillernd Piepen in d’ Bekk, de man wiet un luut trillern hörn kunn. Wenn see denn de grööne Lääpel hochtillden un in de Boahnhoffslücht hullen, denn wuß de Foormann in dat iisterne Peerd, dat hee de Toch ünner sükk Damp gääven kunn – he kunn de Peerd van de Liin loaten – de blenkernd Gleisen ween free föör hüm un sien Ungetüm van Damproß föör de näächste Galopp dör dat Land. Well van us Schooljungs wull nich moal „Lokomotivführer“ warden? Tominnst een Tiedlang in de Schooltied … de kunnen soveel schmökern un rökern as see wullen – dor keem denn nümms un geev hör wekk an d’ Bekk, vanwägen „Schmöken“ – ov trukk hör de Oohrn lang. Alleen de Vööörstellung ….
Eens Mörgens in dissen Haarst bün ikk nu mit Kattun in miene Kinnerdrööm van „Rotkäppchen weesen“ trüchschmääten wurn – ikk wee tomoal van so veele roode Kappen ümgääven, as wenn sükk aal de Boahnminschen van domoals bi mi vöör de Döör droapen harn – un dorbi woahn ikk nichmoal up een Boahnhoff, un de Boahnhoff in us Staddje is ok gannskeen Boahnhoff mehr. Siet een längern Tied hett man dor upjederfall all keen Toch mehr ovfoahren sehn – ok wenneer dat nümms so recht woahrhemmen will. Nu sünd mi tominnst „miene“ Rotkäppchens tüschen Autostroat un Footpadd vöör mien Tohuus een tiedlang tröö blääven. © ee
ewaldeden
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