Gelebte Gefühle . . .

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Gelebte Gefühle . . .

Ich sah nur seine spitzen Ohren –
ganz oben etwas eingeknickt –
er schaut mich an – fast wie verloren
mit seinem treuen Hundeblick.

Ich kann es nicht zum Munde kriegen,
das Brötchen – das ich mir bestellt –
es würd’ mir schwer im Magen liegen,
während er vor Hunger bellt.

Ich hab’ es ihm still hingereicht,
er hat es vorsichtig genommen –
die Angst spür’ ich, die von ihm weicht –
ein Stück bin ich ihm nah’ gekommen.

Nach Stunden am Nachhausewege
seh’ ich ihn von weitem schon,
er sitzt ganz stumm – die Augen rege,
blickt er mir seiner Seele Lohn.

Er ist dann einfach mitgegangen –
wir haben uns beide adoptiert –
Herz und Seele sind gefangen
und es ist einfach so passiert.

© ee

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