Sankt.

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Sankt.

Geschöpfe mit glanzlosen Augen,
die Mienen versteinert, so ganz ohne Lichter –
sie wälzen die Frage wozu sie noch taugen
und brauchen dazu keinen irdischen Richter.

Sie haben, des weltlichen Leides genug,
sich in ein Schneckenhaus verkrochen –
empfinden das Leben als Lebensbetrug,
obwohl sie noch nie das Geringste verbrochen.

Ein Lächeln klärt plötzlich die reglosen Züge
ein Strahlen erhellt das verhärmte Gesicht –
ein Wort nur berührt sie, so ganz ohne Lüge
und schenkt ihnen Nähe und Wärme und Licht.

So ist es an hoffnungsvoll weihnachtlich Tagen
und leider nur einmal in jedem Jahr –
wir sollten solch‘ Worte an jedem Tag sagen,
dann wäre der Frieden an jedem Tag da.

© ee

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Über https://christinvonmargenburg.wordpress.com/https://christinvonmargenburg.wordpress.com/"In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühen kaum in langer Zeit erreicht." Johann Wolfgang von Goethe