Des Lebens Nadelöhr …

.

Des Lebens Nadelöhr …

Einsamkeit, Leere. Verlassensein fühlen,
dein Herz ist ein unnütz’, ein nichtbenutzt’ Raum –
niemand sitzt auf den Seelenstühlen,
du irrst ganz allein durch sehnenden Traum.

Verriegelte Fenster, verschlossene Türen,
Stacheldraht sperrt jeden gangbaren Weg –
wann und wohin wird dein Denken dich führen,
du tastest mit tauben Füßen den Steg.

Öffne die Augen, schau um dich her,
schau sehnend Begehren am Himmelsrand –
von irgendwo weht ein „Dich lieben“ und mehr,
nimmt streichelnd und zärtlich dich an die Hand.

Es füllet die wartenden Räume,
fließt drängend in Seele und Herz –
es schmückt deine bebenden Träume,
es tilgt deinen brennenden Schmerz.

Und plötzlich siehst du die Sonne,
stehst lachend und strahlend im Licht –
du tanzt und singst voller Wonne,
weil ein neues, ein schön’res Leben anbricht.

© ee 2005

Foto auf https://pixabay.com/