Des Moores Heilkraft …

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Des Moores Heilkraft …

Anfangs der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts befanden sich bei uns im Hause stets einige gut gefüllte 5 Liter Blechgebinde mit der Aufschrift: „Reichenhaller Moor“. Irgendeine von meiner Mutters Nachkriegs-Handelsbeziehungen hatte ihr diese Gabe der Natur zugespielt. Bis kurz nach des Krieges Ende stak meine Mutter ja durch den Torfabbau im eigenen ostfriesischen Moor noch regelmäßig mit ihren Gliedmaßen im Moor und wußte von da um die heilbare Wirksamkeit dieses Naturelementes. Durch den in der Nachkriegszeit einsetzendem wirtschaftlichen Aufschwung wurden die Reichenhaller animiert ihren „Schatz aus dem Moor“ ausser den dort kurenden Gästen auch landesweit an Gelenkbeschwerden leidenden Mitbürgern zu erschliessen. Sie kurbelten den Versand in Blechkanistern an. Eine lange Zeit erfolgreich für die Versender UND mit meßbaren Erfolgen für die Anwender. Ich habe miterleben dürfen, wie sich das Befinden etlicher Nachbarn, Freunde und Verwandten durch die Anwendung des Moores in Teil- oder Ganzbädern spür- und sichtbar besserte bis hin zur völligen Gesundung. Frau H. aus Berlin zum Beispiel, mußte, als sie als Badegast bei uns Quartier bezog, von 2 Männern hereingetragen werden. Die Arthrose machte ihr ein freies Laufen unmöglich. Nach 4 Wochen intensiver und regelmäßiger Moorbäderkur verabschiedete sich die alte Dame (85 Lenze zählend) lustig ihren Gehstock schwingend vergnügt von uns. Ein Jahrzehnt später traf ich Frau H. auf Norderney wieder – sie genoß einen Kuraufenthalt im dortigen DRK Mütterkurheim – zwar um 10 Jahre älter geworden, aber noch ebenso agil und mit Freude am Leben erfüllt wie zur Stunde ihres Abschiedes von uns die Jahre zuvor. Sie hatte die permanenten Mooranwendungen beibehalten und damit Arthrose und Arthritis von sich ferngehalten.

Irgendwann stellten dann die Reichenhaller Versender ihren Betrieb ein und meine Mutter wechselte notgedrungen auf ein Produkt aus der Pharmaproduktion über: Sie testete „Salhumin“ – und das bis zu ihrem Abschied mit fast 90 Jahren aus dem Hier. Regelmäßig zweimal die Woche Teilbäder für Hände und Füße und ergänzend am Wochenende ein Vollbad mit Salhumin-Zusatz. In ihrem letzten Jahr unter uns verfügte sie noch über eine Fingerfertigkeit (z.B. an der Nähmaschine) die uns als weitaus Jüngere immer wieder in Erstaunen versetzte.


©ee 

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