Die Geschichte von Mercado-Mundia

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Die Geschichte von Mercado-Mundial

die Geschichte
von Jutta und Reinhard Hartwig

Die haben ganz einfach Schiss . . .

Dieser Ausspruch eines Menschen in seinem scheinbar aussichtslosen Kampf gegen gleich-gültige Gesellschaft, gegen teils kriminelle Machenschaften „geachteter Mitbürger“ und gleichermaßen gegen hinkende Bürokraten – die sich beim Versuch des Spagats zwischen Dienstpflicht und Eigeninteresse nicht selten den Schritt ausleiern – war der Anstoß zu dieser Geschichte. Ich möchte mit meiner Nachbe-trachtung gewisser Ereignisse keineswegs den Anspruch absoluter Wahrheit in die Welt hinausschreiben, aber es ist nachvollziehbar – und irgendwo ist es so geschehen.

Es begann ganz einfach mit einem miesen Gefühl zwischen Kopf und Bauch – nicht sofort einzuordnen, und nicht sogleich am festen Nagel aufzuhängen. Ein wohlverdienter Urlaub sollte es werden – diese Bildungsreise nach Südamerika. Erholen wollte man sich vom leicht angestaubten alten Europa. Südamerika deshalb, weil Familienbande über den Atlantik reichten, die noch intakt waren.

Man sah die Reise sozusagen als ein Stück Gemeinschaftspflege – und war auf der anderen Seite der Erdkugel plötzlich in diesem Begriff gefangen. Die Realität am „Urlaubsort“ ließ das – von zu Hause mitgebrachte – Weltbild, in den Köpfen unserer Freunde zu einer unschönen Ansammlung von hässlichen Farben werden. Sie konnten es nicht einmal mehr als das Werk eines skurrilen Künstlers einordnen. Plötzlich sahen sie, daß ihre Welt auf dem Kopf stand – bislang von ihnen, im fernen Deutschland, unbemerkt. Plötzlich wußten sie auch, warum die sogenannte zivile Weltordnung so häufig unter Kopfschmerzen leidet. Sie stellten ihr Denken spontan auf die Füße, und bemerkten erleichtert, daß sie plötzlich besser laufen konnten. Kaffee sollte sie in die Zukunft begleiten. Nach sorgfältiger Vorbereitung war der Fahrplan fertig. Die Reise in eine bessere Welt konnte losgehen. Über die Stationen am steinigen Weg und die vielen verschobenen Wegweiser gäbe es viel berichten. Die Strasse führt weniger über sonnige Wiesen, häufiger vorbei an tiefen Schluchten und durch sumpfige Moore, in denen auf toten Baumstümpfen die Geier warten.
© ee

die Nachteule.

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