Veröffentlicht in an Dich, Christin v. M.

Stille fast wie leise.

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stille fast
wie leise
zwischen gesetzten buchstaben
was nie geschrieben wurde
unsichtbar weil nur gedacht

tonlos
zwischen meinen und deinen sätzen
was nie gesprochen wurde
lautlos leise still
nicht hörbar

da unter deiner
erschöpften wortkraft
und meinen
verschwommenen zeilen
der mut fehlt

unsichtbares über
verwischten lettern
deinen und meinen
kraftloses
im aufgeben

durch angst
vernunft und vorsicht
zusammen gebunden
zum versenken in tränenwasser
wofür es wieder keine worte gibt

tonlose stille
auch sprachlos
weil wichtiges
und wahres
auch unsichtbar

immer hörbar hängt
sich dreht
auf unseren seelenfäden balanciert
und laut, sehr laut
kichert.

© Chr.v.M.

Autor:

"In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühen kaum in langer Zeit erreicht." Johann Wolfgang von Goethe