Der 1. Mai …er ist vorbei,

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Der 1. Mai …
er ist vorbei,

d er Arbeit Alltag hat uns wieder –

verklungen sind die Fensterreden,
verweht des Lügensagens Rauch
von diesem und auch manchem Jeden
wie quälend Furz aus drückend’ Bauch.

Die roten Fahnen eingezogen –
eingemott’t fürs nächste Jahr,
wenn dann erneut ein Jahr verflogen,
in dem betrog’n wurd’ bis aufs Haar.

In dem Welt wieder Märchen streute,
von Kriegsgefahr und Wohlstand sichern,
und in dem der Treiber Meute
in Geldes Türmen saß zu kichern.

In drei mal hundert und noch vierundsechzig Tagen
setzt wieder ein das Wehgeschrei –
man wird’s für Stunden wieder wagen
zu fordern, dass man endlich frei.

Und wieder sind’s die gleichen Heuchler,
die, die’s von allen Seiten nehmen –
in Wahrheit sind’s der Freiheit Meuchler –
sie tun es, ohne sich zu schämen.© ee

ewaldeden©2019-05-02

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/

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