Hintersinn . . .

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Hintersinn . . .

D er Tag hat mich durch den Tag geschickt –
von einer Ecke auf die nächste Gerade,
von Versammlung zu Termin gekickt –
im Kopf – da ist schon rein Blockade.

Endlich schau’ ich in mein Kämmerlein –
denk – jetzt kann ich still verschnaufen,
empfängt mich da ein Büffel fein –
vor ihm ein großer Wörterhaufen.

Was seh’ ich auf den vielen Zetteln –
immer nur drei Worte,
seh Augen bloß um Liebe betteln –
in fortissimo und forte.

Ich kann es einfach nicht ertragen –
ich wende mich – kann doch nicht geh’n,
hör in meinem Rücken leises fragen –
warum – und wann kann ich sie seh’n?

Ich kann beim besten Willen nichts entgegnen –
im Hals – da steckt ein dicker Kloß,
ich streck die Hand – und möcht’ ihn segnen –
merk’ – es ist ein Trugbild bloß.

© ee

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