Anderssein…

Bild von Vilius Alvydas Bulotas auf Pixabay

U ngeboren, ungeschoren –
trotz Anderssein nicht abgetrieben.

Liebeslust, Leibesfrucht –
der Berater Glaubensfrust
überwiegend weltverrucht –

hin und her Moralgeschiebe
verhindert selten Fleischestriebe.
Und wenn ein Kind die Welt erblickt
wohl jedes Mutterherz beglückt –

wenn nicht ihre Mit und Welt
verächtlich denkend gegenhält,
und mit ätzend spitzem Munde
„behindert“ schickt in Hörers Runde.

Wer so verhält sich, und auch denkt,
der fährt auf einem falschen Gleis –
wurd‘ irgendwann verkehrt gelenkt
und labert nur gequirlten Scheiß –

denn Andersein ist unser Schicksal –
jeder Mensch ein Unikat.
Der eine trägt ein Kainesmal,
den and’ren quält das Zölibat …

drum sollt‘ ein Jeder sich besinnen,
auf sich und auf sein eig’nes Fehl,
dann würde Miss und Gunst verrinnen
wie durch die Finger feines Mehl

© ee

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