zwischen den Tagen.

zwischen den tagen liegt die nacht
durch dunkle gänge fallen mich schreie an
trifft mich das stöhnen

klammert sich der schmerz an eilende fersen
sucht die hilfe meinen schatten
bäumt sich das schicksal wissend vor dem tod auf,

hält mir das leben die hohle hand entgegen
und fängt meine tränen ein
nacht um nacht.

© Chr.v.M.

seelenleere.

wie ein hungriger wolf hängt trocken die einsamkeit
zwischen den zähnen der vernunft
als nacktes gehäut im kondenzglas

lösch das licht der müdigkeit
hinter der nacht wirbelt der erfolg in den tag
vor die leere zweisamkeit.

© Chr.v.M.

Endzeitstimmung.

wir haben in den tränen unserer götter gebadet
erspürten die sehnsucht die in die tiefe drangt
und sich ausbreitet mit blauen winden

sie berauschten unsere verzweifelten träume.
dort auf der brücke toter stunden standfest
suchen wir noch immer die letzten reste

vom wir.

© Chr.v.M.

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