Verlassen . . .

V erlassen . . .

Tränenfeuchte Abschiedsaugen
ich wende mich – und gehe los
mein Mund mag nicht zum reden taugen
es sitzt im Hals ein dicker Kloß

Wir hatten wunderschöne Zeiten
Minuten – Stunden – Tagelang
die Nächte uns durchs Glück begleiten
nie war mir um uns beide bang

Doch irgendwann spürt ich –
du warst anders – anders als bisher
als wenn da nur noch Hülle war
so schlaff und seelenleer

Ich war für dich ein großes Feuer
aus Stroh und trock’nem Tand
dabei war ich noch keinem treuer
mit keinem mich so tief verband

Meine Hand die greift ins Leere
du bist weg – weit fort von hier
schipperst über sieben Meere
ein Teil von dir ist stets bei mir

Das Ergebnis unserer Liebe
halte ich ganz fest im Arm
alles – was mich sonst wohl triebe
hält jetzt unsere Tochter warm

Ich werde ihr in langen Nächten
erzählen von dem Vater – stolz
ich werd’ nicht schimpfen – ihn nicht ächten
werd’ sagen – er war aus gutem Hol
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© ee

Bild von Mabel Amber, still incognito… auf Pixabay

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