zum Mittag.

Immer wieder die gleiche Frage
Muttern was gibt es – was essen wir heut
die Gute fühlt es als ständige Plage
es hat sie schon manchmal die Antwort gereut

Und wieder hört sie die Tür grade quietschen
der Kerl ist noch gar nicht recht drinnen
hört sie schon sein begehrliches fietschen
und sieht den Speichel bei ihm rinnen

Es kommt prompt das
was ihr schon lang’ zum Halse raus hängt
es ist wieder das gleiche Gekröse
die Antwort – die sie sich zurechtgelegt – drängt
aus dem Munde – ein klein bißchen böse

Es gibt was besond’res – du kannst dich schon freuen
es wird dir hervorragend schmecken
ich hab mich entschlossen
ich hab schon die Fenster und Türen geöffnet
heut’ wird mal die kalte Küche genossen

Die Vorsupp’ ist Spülwasser von schmutzigen Töpfen
der Hauptgang ist Luft ganz frisch aus dem Garten
der Nachtisch ist adlig – gebunden in Zöpfen
die Nudeln von gestern könn’s gar nicht erwarten

Nun halte hier keine Maulaffen feil
und tu nicht als hätt’st du Zitronen gegessen
setz dich endlich auf dein Hinterteil
und genieße das köstliche Essen

©ee

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Werbeanzeigen
Über https://christinvonmargenburg.wordpress.com/https://christinvonmargenburg.wordpress.com/"In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühen kaum in langer Zeit erreicht." Johann Wolfgang von Goethe