Novemberzeit.

Novemberzeit

Wie rappelts an den Fensterläden –
der Sturm geht mit Geheul ums Haus,
als wenn wie jemand zieht an Fäden –
es sieht wie nach Theater aus.

Die Bäume wiegen ihre Kronen,
die Blätter sausen übers Land,
kein Vogel kann jetzt drinnen wohnen,
hoffentlich Ersatz man fand.

Der Sturm treibt himmelhoch die Kämme –
übers aufgewühlte Meer –
manch Schiff steckt böse in der Klemme,
die Brandung schmeißt es hin und her.

Die Wolken eilen durch die Weite,
als wollten sie der Hölle flieh’n –
der Donnergott der blitzgescheite,
läßt Feuer durch den Regen ziehn.

Wenn die Natur uns dann gezeigt
was in ihr steckt an Saft und Kraft,
dann sind zu sagen wir geneigt,
sie hat uns wieder mal geschafft

© ee

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