Nachtgeflüster –

Nachtgeflüster –

zwischen flackernden Kerzen,
am schillernden Himmel des Lebens –
in den Tälern der irdischen Liebe
lausche den Tönen mit offenem Herzen –
sonst lebst du dein Leben vergebens.

Nachtgeflüster –

in den Gärten das Sehnen gesucht,
unter blühenden Bäumen
im flüsternden Gras –
in der Begleitung von Träumen
die süß oder manchmal verrucht –
versteckt in rosigen Schäumen
wird jede graue Erinnerung blaß.

Nachtgeflüster –

in samtweichen Armen,
die dich umfangen wie südliches Meer –
sich zu lösen aus diesen warmen
Gefühlen fällt jedes Mal unendlich schwer
.

Nachtgeflüster –

leicht wie gelinde wehender Hauch,
als wenn ein Vogel über die Dünen streicht –
dann stillverharrend im Dornenstrauch
einem Bild aus dem Buche der Märchen gleicht –
er schweigend im Mondlicht über die Weiten späht,
in denen seit uralten Zeiten
als Weiser der knuffige Leuchtturm steht.

Nachtgeflüster –

schmeichelt den Ohren,
dringt tief in die Winkel der Seele –
man fühlt, und man hat sich geschworen
wie sehr einer dem anderen fehle.
So zieht mit dem Wissen
um das ewig verbunden,
und mit den letzten geflüsterten Küssen,
der erwachende Tag seine Runden
.

© ee 2005

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