Die Gaststätte zur Kajüte.

Die Gaststätte „zur Kajüte“ –

fast eine Berechtigung für Jever, sich Hafenstadt zu nennen. Die Länge der Steinstrasse in Jevers Altstadt reicht gerade aus für dreimal hinfallen. Trotzdem hat sie es in sich. Sicherlich verbergen sich hinter manch einer jeverschen Hausmauer heimliche Schätze und Kostbarkeiten, die nur wenigen Eingeweihten offenbar werden.

In der Steinstrasse aber gibt es ein Juwel – das ist für Jedermann zugänglich – um das ganz bestimmt mancher Passagierdampferkapitän diese kleine Gasse beneidet:

Die Gaststätte zur Kajüte.

Kaum einen halben Schritt über die Schwelle getan, vergisst man die Unbilden der feindlichen Umwelt, und fühlt sich in den gepflegten Salon eines Schiffes versetzt. So begrenzt auch das Platzangebot ist, kein Gast wendet sich um, nur weil er eventuell an der Theke stehen muß.

Jeder, der einmal reingeschaut hat, läuft immer wieder diesen Hafen an – und wird mit Freuden in ihm vor Anker gehen. Jeder Besucher fühlt sich als persönlicher Gast beim „Käptens Dinner“.

Der Kapitän an Bord – die Wirtin Uschi – hat Besatzung und Passagiere in der „Kajüte“ auf ihrem Dampfer der guten Laune jederzeit fest im Griff. Wenn der Umgang der Wirtin mit ihren Gästen als Norm und Maßstab für ein Gütesiegel herangezogen würde – es würden wahrscheinlich nur weni-ge Gasthäuser damit „zertifiziert“ werden. Wer als Gast die Kajüte besucht, sollte seinen Heimweg besser vorher schriftlich festhalten,

denn durch die Länge des Aufenthaltes in diesem Quartier, könnte er schon mal vergessen wo er wohnt.©ee

eine Sendung von Ewald Eden bei Radio – Jade

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