Du mein einziges Du.

Dort an den Hängen über dem Garten,
der voll von Lavendel
und weiss von Jasmin,
werd’ ich im Sonnenlicht auf Dich warten –

ich sehe die Schwalben vorüberzieh’n.

Der Kirchenuhr Pendel
schwingt sachte im Wind,

die Zeit macht gerad’ eine Pause –

vom Hange herunter
lacht trällernd ein Kind,
es ist hier glücklich zu Hause.

Die Reben am Berge
vollsaftend und schwer,
sie warten auf Kiepe und Kelter –

von da klingt der Winzer Erntelied her,
Melodien von damals und älter.

Ich seh’ auf dem Pfad Dich
mit schwingendem Röckchen,
die Haare wie schimmerndes Gold –

es tanzt um Dich ’rum
wie ein Geißlein ums Böckchen –

Du scheinst wie ein Engel so hold.

Du winkst mir von ferne
gar lieblich schon zu –

Gott hab ich Dich gerne,
Dich – Du mein einziges Du.

©ee