Tasten . . .

Tasten . . .

Ich geh mit zögerlichem Schritt
verlier’ mich in des Moores Glanz
die Kinderzeit läuft ständig mit
ist immer da – umgibt mich ganz

Wenn ich die Augen schließ’- dann seh’ ich
Bilder aus vergangner Zeit
hör den alten Opa Gnädig
der stets zu einem Scherz bereit

Fühl’ die Wärme schwerer Pferde
wie sie sich im Geschirr bemüh’n
durch des Moores schwarze Erde

vollgepackte Wagen zieh’n

Seh’ die Trinkensflaschen dampfen
der Teeduft in die Nasen steigt
die Kuh am satten Grase mampfen
die Heide ihre Blüten zeigt

Ich bin nicht fähig mich zu rühren
zu schwer ist der Erinnerung Last
sie ist gekommen mich zu führen
mich an die inneren Hände faßt.

© ee