Widerstand.

In allen Welten gleiches Spiel –
die Gier treibt Mensch zu Unmensch‘ Tun
die Macht ist ständig nur das Ziel
läßt Folters Geister niemals ruh’n …
©ee

Widerstand . . .

Dein Gesicht hat tausend Wunden
doch Augen in denen Lächeln steht
dein ganzer Körper ist geschunden
doch aus der Seele Güte weht

Man hat dich nächtelang gefoltert
doch in dein Inneres kam man nicht
man hat geschrie’n und laut gepoltert
und nahm dir deines Lebens Licht

Die Ketten ließen tiefe Male
zogen grausam rote Spur
du sahst nur Köpfe – blanke kahle
die dich bedrängt in einer Tour

Du wurdest stumm gegen alles Leiden
gefühllos gegen die eigene Qual
tat’st deinen Schmerz in Schreie kleiden
man ließ dir keine andere Wahl

Die Zeit hat ihr Gesicht gewandelt
die Folterer tragen neues Kleid
mit neuen Mächten angebandelt
zu alten Taten stets bereit.

©ee