Der Tagbeginn.

Der Tagbeginn

Ein Pfeifen bricht des Morgens Ruhe –
es dringt in aller Köpfe ein,
es kommt nicht aus der Schätze Truhe –
ein Kessel wird der Ursprung sein.

Auf des Herdes blanker Platte
steht ein kupfern’ Urgetüm –
es macht nicht neumod’sch Café latté
und auch nicht weißlich Aufgeschüm.

Es liefert nach Altväters Sitte –
und das nun seit Jahrhundert’ schon –
das heiße Naß für Teeblatts Mitte,
als Wohlschmeck und der Mühe Lohn.

Wenn dann im Heiß der Kluntje kniddelt,
das Crem des Room das Braun bedeckt,
der Duft Genießers Nase kiddelt –
bevor er ersten Klukk geschmeckt.

Wenn so ein jeder Tag beginnt,
dann läuft er leicht auf flotten Sohlen –
wenn lecker Tee durch Kehle rinnt,
dann bleibt die Trübsal ihm gestohlen.

© ee