Sie strecken sich …

Sie strecken sich…

blattlose Baumkronen über feuchtbraunen Waldboden, erdigpilziges einatmen. Rechtsseitig den Weg begrenzend – moosigüberzogene Sandsteinflechten auf brüchigen Steinhängen, auffällig dort ein leuchtend grinsendes gelb . Dazwischen streben jungen Kiefernkeimlingen dem Licht entgegen, noch schützend eingebettet in weichem Grün, sanft träumend und versteckt gelagert .

Einstampfen dort durch triefende Waldgerüche Hier weben sich Spinnen über farnbedeckte Naturbehausungen einen Silberhimmel. In dieser wildromantischen paradisischen Einsamkeit die so schwefelgelb leuchtet braucht man spitze Ohren für die Synfonie und wache Augen für den Tanz der Schmetterlinge . Ein buntwippender Reigen über die blauschwarzen, knisterprallen Beeren. In einem Bett aus Tannennadeln atme ich tief den säuselnden Wind von den Blättern und vor mir plätschert sanft und verschluckt sich

der Wildbach beim kichern.© Chr.v.M.