das Leben.

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Wolken schieben, reißen, fliegen
weiß und grau und violett
ganz hinten sieht man Himmelsziegen
und vorne flockt Frau Holles Bett

Schäfchenwolken kumulieren
mit Sonnengold zu Abendrot
fallend Winde fabulieren
in Segels Tuch wie Knatterschrot

rollend Wellen tragen Kronen
bilden Täler, Wiegenrund –
in denen blitzend’ Fische liegen –
tauchend, tief bis auf den Grund

Ufersaum säumt zackig Säume
drohend dunkel schwarzer Wald
der Rudergast träumt Angstschweißträume
er träumt ihm werden die Füße kalt

donnernd Grollen macht ihn wachen
zackend Blitze schrecken ihn
aus Meeres Gründen schaurig’ Lachen
will ihn in die Tiefe zieh’n

doch er stemmt fest sich in die Spanten
hält eisenhart des Ruders Pinn’
unmerklich drehen sich die Wanten
führen das Schiff zum Hafen hin

scheppernd rasseln Kettes Glieder
der Anker fällt in sich’ren Stand
das Leben hat den Schiffer wieder
er freut sich über festes Land

©ee

Ein Gedanke zu “das Leben.

  1. Pingback: das Leben. von Ewald Eden | Objekt Nr. 86 567 482 … von Ewald Eden – DEEZ – Die Erste Eslarner Zeitung

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