Heimkehr …

Heimkehr …

… der alte Weg, er schlängelt sich
durch Felder krumm dahin.
Wenn ich ihn geh’, dann dünkt es mich
als wenn ich damals bin.

Ich seh’ das Haus am Wege steh’n –
ringsum nur buntes Treiben,
kann Kühe auf den Weiden seh’n –
im Hause blanke Scheiben.

Am Fenster plattgedrückte Nasen,
bunte Blumen auf dem Sims –
am Feldrand sitzen stolze Hasen,
ich ruf hinüber – schaut – ich bin’s.

Pralle Früchte an den Bäumen,
die Äcker alle wohlbestellt –
Hecken schmucke Gärten säumen,
da hat man sich gern zugesellt.

Ich mein‘ zu hören Großpapa,
wie er sacht scherzt mit Großmama.
Will greifen nach ihr’s Rockes Saum,
und merke plötzlich – nur ein Traum.

Aus weiter Ferne heimgekehrt
find’ ich nur wilde Hecken –
mein Traum ist lange schon zerstört –
der Wind pfeift um die Ecken.

Ich hör kein Kinderlachen mehr,
kein Scherz von frohen Leuten –
ich kann mich mühen noch so sehr –
ich kann es mir nicht deuten.

©ee