Vorbei…

Gedanken zur Zeit …

Der November ist so mitteltrübe
wie ein stark verwackelt Bild.
Großmutter plagen ihre Rheumaschübe,
mal erträglich – mal ganz wild.

Der Hund liegt in der Sofaecke,
hat keine Lust auf Gassi geh’n –
der Tag kriecht langsam wie ’ne Schnecke,
als wenn’s ihm schwerfällt aufzusteh’n,

Die Sonne ist auf den Azoren –
verbringt dort ihre Urlaubszeit,
am Strand steht, noch – wie traumverloren
ein Strandkorb – bunt, im Sommerkleid.

Alle Welt redet von Trauer,
und dem was längst vergangen ist –
im warmen Viehstall klagt der Bauer
über viel zu vielen Mist.

Könnt’ man nicht diesen Monat streichen,
aus unserer Zeit Kalender?
Es würde doch auch völlig reichen,
wäre das Jahr ein Elfer Ender
.

©ee

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist australian-shepherd-6556697_640.jpg.

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Unhörbar

Unhörbar weißelt der Dezember

die Nebelschwaden im Kalender.

Die Krähen suchen letztes Futter,

Zuhause bäckt nun Kekse – Mutter.

Der Weihnachtsstern er leuchtet rot,

die Welt nun weiß, sie ist nicht Tod

sie ruhet nur , hält den Atem an,

wir zählen die Tage und hören dann

die Stimme von Herrn Weihnachtsmann.

© Chr.v.M.

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