die Zeit

Die Zeit.

Wir planen und sind zwischen gestern und morgen
erfüllt von vielen gedanken und sorgen,
wir suchen und jagen und rennen doch nur
und folgen blindlings den zeigern der uhr.

wir richten sinnlos all unseren geist
auf die zeit der uhr, die der zeiger uns weist.
deshalb bleibt uns auch für immer verborgen,
daß die uhr nicht auf gestern zeigt , auch nicht auf morgen.

die zeiger drehen sich wie die erde im kreis
weil die uhr – wie die welt – von der mitte noch weiß.
in der mitte , dort wo der zeiger der stunden
mit den minuten und sekunden verbunden.

ist das jetzt, ist gegenwart und der geist,
der die relativität der zeit uns beweist.
jedoch rennen wir nur der zeit hinterher
und sehen die eigene mitte nicht mehr.

wir suchen die mitte des lebens doch nur
am äußeren rand bei den ziffern der uhr
geradeaus, wohin der uhrzeiger weißt
in die zeitlose leere richten wir den geist.

am rande der uhr und am rande des lebens
drehn wir uns um die zeit und um alles vergebens.
doch wie die mitte der uhr auf die gegenwart weist,
ist nur das HEUTE und HIER voller leben und geist.

© Chr.v.M.


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