Ich denk an Dich

Ich denk an Dich


Der Abend kommt, der Tag geht schlafen.
die Sonne zieht den ausgefransten Schlafrock an.

Die Schiffe dümpeln müd im Hafen.
Von irgendwo hör ich ’nen Leierkastenmann.


Die Vögel sitzen schwatzend in den Bäumen,
die Katzen wetzen ihre Krallen schon.
Sie haben keine Zeit zum Träumen.
Aus einem Fenster kommt Musik mit hundert Phon.


Trotzdem ist Feierabend wieder,
der Mond packt schon die Pfeife aus.
Vom dritten Stockwerk hört man freche Lieder.
Wer macht bloß solchen Krach in unserm Haus?


Was geht’s mich an! Ich schau in deine Augen,

und so viel Liebe spiegelt sich darin.
Was soll schon alles and’re taugen?
Du – Du gehst mir nicht mehr aus meinem Sinn.

Gertrud Everding
©Gertrud E.


GE
18.September 2014

Das besondere Gedicht

2 Gedanken zu “Ich denk an Dich

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