Das Netzwerk.

Ausgewogen ….

Das „Netzwerk“, das ist keine Frage,
ist das Werk gegenwärt’ger Tage –

doch auch da gilt die Erkenntnis,
auch wenn’s nicht erkannt als Selbstverständnis,
dass nichts – gleich wie krummschief es auch steht,
gegen die natürlich‘ Ordnung geht.

Und immer hält sich all’s die Gleiche,
ob’s lebend Gut, ob’s tote Leiche,
da ist jemand der Ordnung hält
und scheint sie noch so schlecht die Welt.

Nach jedem Schwalle dicker Luft –
die irgendwann irgendwo verpufft –
kommt stets ein rein’gend‘ Himmelswind
und macht die Lüfte wieder lind.

Bei allem kommt es nur drauf an
wo man so hinriecht dann und wann –

ob man erträgt das Nasenkrausen,
wenn jemand grad ließ einen sausen,
oder ob man, wie’s so geht,
mehr auf Veilchens Düften steht …

Des Schöpfers Welt ist’s schietegal,
was dominiert in Menschheits Kral.
Am End ist alles nur Melasse,
als Sondermüll der Sonderklasse.

In großer Masse produziert
er wiederum „Normal“ gebiert –
und weiter hält sich all’s die Waage
für’s Heute und für alle Tage.

© ee


ewaldeden

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