Gerettet

Gerettet

Nasser Asphalt, Bremsen kreischen,
Da steht er mit dem schwarzen Lockenfell.
Weiß nicht wohin, gefährlich glüh´n die Ampelzeichen.
Stumm flehen seine Augen: Hol mich! Schnell!
Grellirre Angst geht von ihm aus.

Da knie ich nieder mitten auf der Straße
Komm Kleiner Hund ! Komm doch nach Haus!
Verstummt ist Menschenlärm und Autorasen….
Die Zeit steht still – alle starren mich an:

Wer ist das, warum hat sie das getan? –

Ich weiß es ja selbst kaum, wie alles geschah.
Den Hund muß ich retten, nur das ist wahr.

Er siehst mich an voll Verlorenheit
Und trabt schließlich zögernd zu mir.
Ich weine und lache voll Glückseligkeit,
Schließ´ fest in die Arme das Tier.

Im Regen trag´ ich dich nach Haus,
Mein Freund, ich lass´ dich nie mehr geh´n!
Ruh´ dich nur erst mal richtig aus.
Ich glaube, es wird wunderschön.

Und meine Seele lacht und weint zugleich.
Mein kleiner Hund, wie bin ich reich!

©Gertrud E.

das besondere Gedicht

Gertrud Everding

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