Zuflucht

Vater, in deinem Schutz
bin ich, wo ich auch stehe.
Und schreckt mich Finsternis,
dass ich kein Licht mehr sehe,

so weiß ich doch,

du bist auch jetzt bei mir,
spüre fast deine Nähe.

Drum such ich meine Zuflucht
unter deinen Flügeln,
so deckst du mich in Sturm und Not.
Dennoch, ich zitt’re wie ein Vogel.

“Fürchte dich nicht, ich geh’ mit dir“,
so hast du mir versprochen;
und ich vertraue dir bis in den Tod. –
Was auch geschieht, ich bleibe stets dein Kind.

„Mein Kind . . .“ , raunt’s leise in den Lüften.
War’s nur der Wind?

Gertrud Everding
©Gertrud E.

das besondere Gedicht