Durchtanzte Nacht.

Durchtanzte Nacht

Sausendes, brausendes, lachendes Leben,
blitzende Augen beim wirbelnden Tanz.
Schöneres hast Du mir Welt nicht zu geben,
als diesen Sinne verwirrenden Glanz.

Fliegen die Füße wie schnelle Gedanken,
fragen die Augen, sag liebst du mich,
schwinden ins Dunkle des Tages Schranken,
eh‘ ich’s recht glaube, schon küsse ich Dich.

Seh‘ deine Augen, wie flimmernde Sterne,
glühen die Lippen, wie Kirschen so rot.
Ach, der Tag ist ja noch in der Ferne.
Denk‘ doch noch nicht an das tägliche Brot.

Schenk mir die Nacht, als wär‘ sie dein Leben.
Komm nur, wir tanzen heut‘ um die Welt.
Dort, wo die Nebel die Schleier weben,
kommt bald ein Tag, der uns nicht gefällt.

Bringt vielleicht uns des Abschieds Tränen,
seh‘ dich nie wieder, kehrst nie zurück.
Doch eines bleibt: ein unendliches Sehnen,
nach dem großen, nie erfüllbaren Glück.

Gertrud Everding
©Gertrud E.

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