Das Leben.

Das Leben.

Das Leben ist kein Pappenstiel,
kein Ponyhof, kein Schlotzer,
kein Traumgebinde, Zuckerschlecken,

kein Wunschkonzert, kein Honigpferd,
wir sind hier nicht bei : Wünsch dir was
und trotzdem macht das Leben Spass.

Drum such dir DAS was dich beglückt,
und find das Leben nicht bedrückt,
komm Baby mach` dich nicht verrückt.

Glück gibt es kaum zuhauf.
Erwart,erhoff, vertraue drauf,
nimm dir ein schmales Stück.

© Chr.v.M

Sinnenwelt …

Sinnenwelt …

Alle Welt fühlt Deinen Schmerz –
alle Welt spürt Dein Begehren
und sieht Dein lohend’ brennend’ Herz –
Dein Dich heiß nach Lieb’ verzehren.

Welt ertrinkt in blinkend Tränen
aus dem Quell des Liebessehnen –
trotzdem dürstet Welt so sehr,
daß tränenlos versiegt das Meer.

Nur der Unschuld grüne Auen,
nur der Liebe blühend’ Feld
läßt uns in das Leben schauen –
wie es vom Schicksal wohl bestellt.

©ee

zum Jahresausklang.

Immer wieder das gleiche Spiel …

Es hat doll geknallt,
die Luft wurd’ verpestet –
man hat laut gegrölt
und die Stimme getestet.

Die Böller sie krachten,
der Himmel wurd’ bunt –
die Leute sie lachten
und aßen sich rund.

So manches Fass Rum mußte dran glauben,
es klingt nur noch hohl, mit gar nichts mehr drin.
Dafür mancher Kopf gefüllt ist mit Schrauben,
die klappern und dreh’n sich so ganz ohne Sinn.

Manch‘ Magen der schaukelt wie Seegang bei Zehn,
man läuft onduliert mit querschrägem Gang –
und findet das Ganze dann auch noch so schön
wie einen angekokelten Wohnzimmerschrank.

Vom „guten Rutsch“ und von „Prosit Neujahr“
ist nicht mehr vieles geblieben –
man wünscht sich nur, daß der Kopf wieder klar
und ärgert sich, daß man es wieder mal stark übertrieben.

Beim nächsten Mal wird man genügsamer sein,
dann trinkt man mehr Brause und Wasser mit Gas –
und kommt garantiert nüchtern ins Neue hinein,
das schwört man sich fest ohn‘ Unter und Lass‘.

©ee

ewaldeden

Dezemberpost.

Geneigter Himmel

deine Blicke verwelken

kein Hoffnungsblatt

hängt mehr im Baum.

*

Schneeschwer brechen die Tage

durch Äste

die gekürzte Zeit taumelt

zwischen den Flocken.

*

Dezemberkalt trägt der Augenblick

unter eisigen Wimpern

den stillen Frieden

vor ausklingende Tage.

*

© Chr.v.M.

Beim billigen Jakob …

Beim billigen Jakob …

Infantiles, kurioses und skurriles –
hier gibt es wahre Hökerware
von mindernull bis zu ganz vieles.

Einfarbig buntgefleckt bis scheckig,
Glatzen und auch krause Haare
werden rund oder auch eckig.

Es gibt sie weich oder verstärkt –
auch wohl kupiert und ohrgesäumt –
mit Prädikat und unbewerkt –

mit Erinnerung beladen,
oder postfrisch unbeträumt.

Es gibt sie in der Luxusklasse
mit Goldgestick und Platinband –
es gibt sie auch als Schleudermasse
mit hangesticktem Rüschenrand.

So kauft bei mir an linker Seite
Prolet, das was ihm scheint’s noch fehlt –
und rechts erwerben Gesellschaftsleute
Schnick und Schnack ganz unverhehlt.

Alle Schichten sind’s zufrieden,
weil keiner merkt, dass er beschissen –
und glauben stolz, dass sie gemieden,
dass was sie jeden Tag verrissen.©ee

ewaldeden

Der 26. Dezember …

Der 26. Dezember …

Der zweite Weihnachtstag bedeckt die Flur
die Stille setzt zum Endspurt an
in Kürze kommt die Müllabfuhr
geht an die Abfallberge ran

Die riesenratlos Schenkungswelle brachte
viel Schrott und Ungeliebtes ein
beim auspacken und probieren dachte
fast keiner an das Christkindlein

Die Liebe die es wohl soll wecken
verspürt man nicht mehr auf der Welt
ein fühlend’ Herz muß sich verstecken
sonst wird es plattgewalzt vom Geld.

Am Tage nach den heiligen Festen
weiß keiner mehr was gestern war
verpackt dann gut, was blieb an Resten
der Barmherzigkeit für`s nächste Jahr.

©ee

Der verzweifelte Weihnachtsmann ..

Der verzweifelte Weihnachtsmann ..

Ich hau in den Sack,
sagt der Weihnachtsmann,
und pfeffert die Rute auf den Müll.
Schau dir doch mal den Scheißdreck an,
mit dem ich die Wünsche der Kinder erfüll’.

Ich krieg nur noch Schrott aus der Kunstmaschine –
kein handgestopft’ Teddy, und kein Pferd aus Holz,
keine Puppenstube mit Tüllgardine –
nichts, worauf früher die Kleinen so stolz.

Kein Bilderbuch gibt’s mehr,
und keinen Roller zum treten,
keine Stifte zum malen,
und keine Knete zum kneten.

Nur Videos muß ich verteilen,
die den Kleinen die Augen verderben,
und die für die Großen,
die leben vom Sterben.
Ich habe schon lange nicht mehr gespürt,
daß ein Herz durch Weihnachten angerührt.

Was soll also dieses ganze Gemiste,
dieses Gedöne aus vergangener Zeit?
Ich pack meinen Mantel in die Mottenkiste,
und mach mich zum Abgang bereit.

©ee

Es begab sich aber zu der Zeit …

Es begab sich aber zu der Zeit …

dieser Anfangssatz aus der biblischen Geschichte fiel mir zum Erzählen eines Freundes ein, als ich ihm ein paar Sätze lang schweigend zugehört hatte.Karl-Heinz berichtete mir von einer Begebenheit aus einer Zeit in der sich für ihn kurz zuvor auch etwas ergeben hatte, das sein Leben zu einem anderen machte. Ihm war vom Schicksal auch ein Untermieter in seinem Körperhaus zugewiesen worden. Krebs nannten die Ärzte den ungebetenen Gast. Meines Freundes Zuhause befand sich zu der Zeit noch im idyllischen Exter, wo er mit seiner inzwischen verstorbenen Frau über die Jahre ein zufriedenes und beschauliches Leben führte.Seine tägliche Gewohnheit der abendlichen Runde um Haus und Garten hatte ihm auch der Gast in seinem Körper nicht verleiden können. Er nahm ihn einfach stets mit zu diesem ihm liebgewordenen Ritual.

Es war in 1993 – dieser frostigkalte Winterabend des 23sten Dezember hatte mit seinen 8 Minusgraden nun wirklich nichts anheimelndes an sich, als Karl-Heinz sich anschickte mit der täglichen Runde um das Grundstückvor dem Zubettgehen seinen Tag zu beschließen. Der Garten und sich das im Garten befindliche Blockhaus lagen friedvoll und dunkel in der frostklaren Nacht, als er anfangs des Weges die ersten Schritte aus dem Haus tat. Auf den letzten Schritten, die ihn wieder zur Haustür führten, lagen Garten und Gartenhäuschen noch genauso friedvoll wie ein Weilchen zuvor, doch das Dunkel des Blockhauses war einem schwachen Lichtschein im Inneren des Häuschens gewichen. Mit fester Entschlossenheit diesen Umstand zu ergründen näherte sich mein Freund der Laube. Durch das Fenster sah er im funzeligen Schein einer kleinen Taschenlampe, die auf der Tischplatte lag, eine Gestalt in abgerissener Kleidung auf der Eckbank hocken. Da hatte jemand ein Quartier für die Nacht gesucht und gefunden. Leise und behutsam, um die Nachbarschaft nicht zu wecken und den Obdach suchenden nicht zu erschrecken, machte Karl-Heinz sich bemerkbar bevor er eintrat.

Die blanke Furcht davor, von unter dem Schutz gewährenden Dach vertrieben zu werden, stand dem mageren Menschenkind förmlich ins Gesicht geschrieben. Dass diese Furcht gegenüber Karl-Heinz völlig unbegründet war, das konnte der Mann in der abgetragenen Kleidung ja nicht wissen. Die Realität hatte ihm gewiß so manchesmal etwas anderes gezeigt. Die Furcht in dem verhärmten Gesicht war unversehens einem Erstaunen, das sich ganz langsam in unverhohlene Freude verwandelte, gewichen. Freude und Erleichterung darüber, mit seinen Bündel Habseligkeiten nicht wieder in die eiseskalte Nacht hinaus zu müssen, um sich irgendwo in einem Hauseingang oder unter einer der vielen Brücken einen Platz zu suchen, um da „Platte machen“ zu können.Mein Freund machte ihm mit wenigen Worten klar, dass er über die bevorstehenden Feiertage bleiben könne, und darüberhinaus solange die Kälte anhalten würde. Karl-Heinz schaltete als erstes die Sicherungen für die Stromversorgung im Blockhaus frei und aktivierte dadurch die angeschlossene Heizung. Seine Frau, der er gleich von der unerwarteten Einquartierung berichtete, sorgte – ohne ein Wort darüber zu verlieren – für einen gedeckten Tisch im sonst im Winter verwaisten Gartenhaus. Dem „einsamen Wolf“ wie Karl-Heinzens Frau ihren Gast bei sich benannte, war nur sehr wenig an Information über sich und seine Lebensumstände zu entlocken. Die beiden gaben sich mit dem Wenigen, das von ihrem Gast von alleine preisgegeben wurde, zufrieden. Vielleicht waren sie auch irgendwo froh, gar nicht mehr über das ihnen unbekannte Schicksal des fremden Zufallsbesuchers zu kennen. Der Unbekannte wurde die Feiertage über umsorgt, verpflegt und mit Textilien und Fußbekleidung aus dem Bestand des Hausherrn bedacht, ganz so als wenn er schon immer dazugehört hätte. Am Abend des 2ten Weihnachtstages hatte Karl-Heinz noch einen Punsch mit ihm getrunken, bevor er ihm eine gute Nacht gewünscht – und am folgenden Morgen, als die Hausfrau ihn zum Frühstück einladen wollte, da war die Blockhütte sauber aufgeräumt und verlassen, ganz so, als wenn die Tage zuvor niemand darin genächtigt habe. Einzig der Geruch von Pfeifentabak hing noch ein paar Tage in der Raumluft. Irgendwie stimmte es die Gastgeber dann ein wenig betrüblich, als nach einer Spanne Zeit auch der Tabakduft als Erinnerung an eine besondere Begegnung sich still und leise davongemacht hatte. Am Silvesterabend standen die Augenblicke mit ihrem Weihnachtsgast noch einmal fühlbar in ihrer Wohnstube, als Karl-Heinzens Frau – während sie aus dem Fenster schauend in die funkensprühende und knallerige Altjahrsnacht sah -. gedankenverloren die Frage „wo er jetzt wohl ist“ zu ihrem Mann hinüberschickte.

Der Winter polterte anschließend ziemlich grobschlächtig durch den Januar und Februar hindurch, bis ihn im März das Läuten der ersten Schneeglöckchen mit jedem Tag ein wenig mehr vor dem herannahenden Frühling weichen ließ. Im Frühling, Sommer und Herbst des Jahres geriet auch mit jeden Tag ein wenig mehr das Bild des „einsamen Wolfes“, wie sie ihn fortan nannten, vor den täglichen Alltäglichkeiten des Alltags in den Hintergrund des Denkens der beiden „Gastgeber“ – bis es plötzlich am Abend des 23sten Dezember, genau wie im Vorjahr, wieder im Vordergrund stand. Die verhärmte und rastlose Gestalt vom letzten Weihnachtsfest – im Jahreslauf sichtlich noch mehr geschunden worden – war wieder unter das schützende Dach der Blockhütte zurückgekehrt. Dieses mal geschah es ohne die Angst im Gesicht aus dem Schutz des Obdaches fortgejagt zu werden – dieses mal saß der junge Mann auch (34 Jahre zählte er gerade) als dritter im Bunde mit Karl-Heinz und seiner Frau an ‘Heilig Abend’ an der festlich gedeckten Tafel in der weihnachtlich nach Tannenbaum duftenden Stube. Nur seine Verschlossenheit gegenüber Fragen nach dem Woher und Wohin, und vor allem gegenüber der Frage nach dem Warum, die war in ihm offenbar im zurückliegenden Jahr zu einer noch festeren Feste geworden. Im stillen Einvernehmen hatten Karl-Heinz und seine Frau dann beschlossen nicht weiter zu fragen. Ihre gemeinsame Hoffnung, dass die Wärme Ihres Heims und ihrer Herzen den Eisespanzer um seine Seele herum irgendwann auftauen würde, die wurde schneller als erwartet erfüllt.In den Tagen zwischen den Jahren – zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr – mußten die beiden eine Besuchsverpflichtung erfüllen, eine Reise zur engeren Familie stand an und konnte auch nicht verschoben werden. Dem mittlerweile nicht mehr völlig fremden Gast wurde der Vorschlag während ihrer beider Ortsabwesenheit das Haus zu hüten gemacht. Zu Karl-Heinzens und seiner Fraus Freude stimmte ihr Gast diesem Sinnen ohne zu zögern zu. Vielleicht war es auch sein inneres Denken, von einem mittellosen Almosenempfänger zu jemand zu werden, der dafür eine Leistung erbrachte.Wie dem auch gewesen sein mag, Karl-Heinz vertraute in diesem Moment seinem eigenen Vertrauen in die Redlichkeit des jungen Mannes, obwohl …. eine kleine Bestätigung seiner „Menschenkenntnis“ und seiner „Vertrauensseligkeit“ bedurfte es dennoch, wenngleich er diese erst nach der Rückkehr von der Stippvisite bekommen würde. Karl-Heinz plazierte im gesamten Wohnbereich scheinbar wertvolle kleine Schätze in bestimmten Positionen, um später festzustellen wie es um die Lauterkeit des Charakters ihres Haushüters bestellt sei. Als mein Freund mir gerade das erzählte, da habe ich bei mir gedacht, wie sehr Mensch doch stets vom Zweifel an seiner eigenen Lauterkeit geplagt wird. Nach der Rückkehr ins eigene Heim war durch die absolute Lauterkeit des Hausbesorgers dann endlich das letzte Zipfelchen jeglichen Zweifels beseitigt – es war keiner von den ausgelegten Fallstricken auch nur annähernd berührt worden. Paul, denn mittlerweile kannten sie auch seinen eingetragenen Namen, hatte sich vorbildlich verhalten. In langen abendlichen Gesprächen hatte Paul sein Bestreben erkennen lassen wieder seßhaft werden zu wollen – und das am liebsten in der näheren Umgebung des Wohnplatzes seiner Wohltäter. Ein freundlich gesonnener Nachbar stellte daraufhin eine schnuckelige kleine Wohnung in Aussicht, Karl-Heinzens Frau sorgte für die Ordnungsfähigkeit der Papiere ihres inzwischen zum Freund gewordenen Besuchers, und Karl-Heinz mühte sich erfolgreich um eine Arbeitsstelle für ihn bei seinem früheren Arbeitgeber. Der festen Zusage von der Chefseite war aber noch ein persönliches Vorstellungsgespräch vorgeschaltet. Als Karl-Heinz sich dazu mit Paul auf den Weg in die Firma machte, weigerte dieser sich vehement den von Karl-Heinz eingeschlagenen Weg mitzufahren, ja, er machte sogar Anstalten das Auto zu verlassen, als Karl-Heinz nicht umgehend auf seine Weigerung reagierte. Karl-Heinz fragte nicht nach dem Grund für die Weigerung – eine Erklärung dafür hätte er mit Sicherheit (noch) nicht bekommen, das wußte er.Mit der Anstellung in Karl-Heinzens ehemaligem Betrieb klappte es – mit dem Bezug von Pauls neuem Domizil klappte es (viele mitfühlende Menschen aus dem Viertel hatten bereitwilligst dazu beigetragen die Wohnung mit Mobilar und Hausrat auszustatten – Pauls Papiere befanden sich dank der emsigen Hartnäckigkeit von Karl-Heinzens Frau in vorzeigefähigem Zustand – und es bahnte sich zwischen Paul und einer liebevollen Arbeitskollegin so etwas wie ein „Verhältnis“ an, das nach einiger Entstehungsdauer sogar glücklich im Hafen der Ehe mündete. Und irgendwann bekam dann auch Paules Geschichte von seinem wiederholten Auftauchen in gerade dieser Gegend bis hin zu seiner Weigerung eine bestimmte Wegstrecke zu meiden, ein Gesicht. Vier Jahre zuvor hatte er am Abend des 23sten Dezember auf der betreffenden Strasse durch einen Verkehrsunfall, an dem er sich schuldig fühlte trotz Freispruchs vor Gericht, seine Famile – seine Frau und seine Tochter verloren.Als mein Freund mir zuende erzählt hatte, fiel mir wiederum eine Zeile aus der biblischen Geschichte, die da heißt: „Alles hat seine Zeit …“ ein.ewaldeden2014-12-08

(ein Erleben von K.-H. von der Pütten von mir in Worte gefaßt und niedergeschrieben – die Hütte von mir abgelichtet, mit dem Malstift bildhaft gemacht von Kensise Anders anschließend coloriert von Helu von Resthausen)

Ein Zeitensprung.

Ich bin wieder achtzehn Lenze –
bin wieder da wo es geschah,
ich sehe wieder diese Grenze –
Du bist mir fern – und doch so nah.

Ich habe immer Dich gespüret –
auch wenn Du weltenweit entfernt,
der Himmel uns erneut geführet –
ich habe viel dazu gelernt.

Gerade jetzt – grad’ diese Stunde –
will alles in mir neu erwecken,
da kommt von Dir die frohe Kunde –
laß Dich vom Gestern nicht mehr schrecken.

Ich werde alles gut verpacken –
in der Vergangenheit Archiv,
es hockt nicht mehr bei mir im Nacken –
ist eingebunkert – ganz, ganz tief.

Nur Liebe werde ich bewahren –
stündlich wieder aufpoliert,
mein Seelenflittern dann in Scharen –
täglich neue Lieb’ gebiert.

Schicken werd’ ich dieses Denken –
auf den Weg zu Dir mein Schatz,
Du wirst großes Glück mir schenken –
nur für Dich ist in mir Platz.

©ee

Meinem Freund Ewald Eden zum heutigen Geburtstag alles Liebe und Gute, Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr von Herzen Dir

deine Freundin Christin v. Margenburg

Den Leser unserer kleinen Seite hier

ein frohes glückliches Weihnachtsfest wünschen Ewald Eden und Christin

Wer ernsthaft meint…

Wer ernsthaft meint Welt wär nicht schlecht,
hat sie noch nicht von Unt’ geseh’n –
der hat doch stets nur radebrecht
in seinem Luxusweltversteh’n.

Dass Erd’ ist schön, ist keine Frage,
doch Mensch scheint dies’
nicht sehr zu schätzen,
weil er der Erden größte Plage

in seinem Tun
des Erdzerfetzen –
in seinem „Blutes Bad anrichten“
und seinem „Gott’s Geschöpf vernicht
en“.

Mit Waffen, die zuvor er weiht,
weil Rache doch nach Rache schreit.
Das wehren auch nicht Professoren
mit ihren
oft zu kleinen Ohren,

weil sie damit nicht hören können
wenn Wildsäu durch die Welten rennen –
und mit höhnisch klingend Lachen
die Erd’ zur Wildsaubrache machen.

Das wehren auch nicht viele Riester
mit vorgeblich sozialem Tatsch,
und ungestüme Leyenbiester
auf wildzerbombtem Kriegschauplatz.

Da hülf’ nur menschlich klar’ Verstand
der nicht von Gier nach Geld getrübt –
es bräucht’ Regierung unser Land,
die von Machteswillen ungetrübt.©ee

ewaldeden