Gauklertage.

Gauklertage.

Selbst die Schatten angefroren
an Gauklertagen dem Januar.

Grauweiß im Zickzackmuster
auf der Larve.

© Chr.v. M.

Bild von Jakub Orisek auf Pixabay

mein Gedanke an dich.

mein Gedanke an dich.

es ist
mein Gedanke an dich
spürbar
es ist wie ein sanftes halten
deiner hand,

oder
wie ein berühren
sacht deiner lippen
ein liebevoll zarter kuß
darauf gehaucht.

das gefühl haut auf haut
ganz nah
sich zärtlich reibend
das ich spüre
wenn ich an dich denke.

ein umklammern und festhalten
meiner und deiner seele
ein miteinander fliegen
in glückseligkeiten schwimmen
und eintauchen

es ist ein gedanke an dich
der sich auf mich setzt
wenn ich so traurig bin
und mich unendlich
glücklich macht.

© Chr.v.M.

Kein glücklicher Moment.

Kein glücklicher Moment.

Nun steht er hier auf fremder Erde
viel’ Wege laufen auf ihn zu
weiß nicht welcher zur Heimat werde
und welcher ist für ihn tabu

Nun steht er hier auf fremder Erde
viel’ Wege laufen von ihm fort
weiß nicht auf welchem man schreit „Merde“
und welcher führt zum rechten Ort

Nun steht er hier auf fremder Erde
viel’ Wege machen ihn ganz irr
man führt schon über ihn Beschwerde
und sagt er wär’ im Kopfe wirr

Nun steht er hier auf fremder Erde
viel’ Wege führ’n in fremdes Land
angstvoll hilflos die Gebärde
er wohl nie den rechten fand

Er steht auch noch nach vielen Jahren
sieht einfach aus wie hingestellt
das Leben ist vorbeigefahren
es ist
für ihn verlorene Welt.

©ee

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Wind er weht von Norden .

Sehnsucht

Der Wind – er weht von Norden –
und ist doch gar nicht rauh.
Er zeichnet Geistgestalten
in des Novembers Grau.

Die Luft – sie riecht nach Ferne –
Gedanken brechen los –
sie wandern über Sterne –
benutzen sie als Floß.

Und dann – an fremden Ufern –
so neu und doch vertraut
hört man von stillen Rufern

kommt her zu uns und schaut.

Und wenn wir uns dann wagen
in diese Sehnsuchtswelt,
sind plötzlich wir getragen
hoch über Sund und Belt!

©ee

Kennst du das?

Kennst du das?

‚Er macht das auch’
‚sie macht das auch’
‚kannst du das auch?’
‚willst du das auch?’

Mich macht das krank – dies kleiner machen,
ich will endlich mal kein ‚Auch’ mehr sein.
Ich will endlich mal alleine lachen –
mich allein an schönen Dingen freu’n.

Nicht immer nur die zweite Reihe
als Platz für meines Lebens Tag –
es gibt so viel schönes Neues,
daß ich es kaum begreifen mag.

Ich will erkunden
und neu entdecken,
was ich gefunden dann nicht verstecken,
will mich freuen dann und wann,

daß ich mich wirklich freuen kann.

©ee