Rutschpartie…

Im Schneeumhang versteckt das Dorf
Verschwiegen die Dezembertage.
Hier rutschen auf Glatteis die Weihnachtswünsche.

© Chr.v.M.

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Een Froach blods. . .

E en Froach blods. . .

Wat is eelich Winachen
well weet dat woll noch
well denkt

an dat hillich Geböören
jedeneen de lett dat kroaken
as wenn dat üm geit

de Welt to verföören
Winachen
dat hett Frää to bedüüden

un Minschlichkeit
hier up de Eer
woneem schulln anners

de Klokken woll lüüden
wenn Een deit de Anner blods säär
loat dat heele Gedrüüs

moal ünnern in d’ Schappen
denn schall dat in de Hüüs
mit de Freud ok wäär klappen.

© ee

Bald ist er da…

Bald ist er da
der Tag der Geschenke
die Kaufwut hat viele Kassen gefüllt
in des Heiligen Abends Senke
die Wirtschaft zum letzten Gefechte brüllt

aus den Börsen der Käufer wird rausgeholt
was sich nur rausholen läßt
wer nichts kaufen kann
der fühlt seinen Hintern versohlt
und hat ein beschissenes Fest

in den Kirchen da wird des Geschehen gedacht
da irgendwo ganz weit im Gestern
und dann wird auch wohl ein Faß aufgemacht
für die Penner und für die anderen Armen
beschwipst ist nämlich viel leichter zu lästern

weil, man selbst friert ja nicht
man sitzt ja im Warmen

nach Weihnachten stellt man dann wiedermal fest
die meisten Geschenke sind Krempel
die man vom Sperrmüll dann abholen läßt
sonst sieht’s in der Wohnung bald aus wie bei Hempel
.

© ee

Bild von Couleur auf Pixabay

Dodensönndach.

Dodensönndach
Stillichkeit
Graftenruh’ un Hillichkeit

Stoom licht över Kaarkhoffs Wischen
Klokkenlüüden
un dortüschen

heel van wieden
huulen van een Schkippssireen
wiel, de Stüürmann
kann de Kant nich sehn

de Koptein de sücht blods griese Lücht
de häntich över d’ Woater flücht
he meent tomoal de Seel’n to spöörn
de hüm willt in d’ Hoaben föörn
.

©ee

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mit vielen weiteren Plattdeutschen Gedichten und Erzählungen.