Herbsttage.

Herbsttage.

Über zauselig verwunschene baumkronen fegt der alte wind mit vollen backen, schlägt grüngestrichene fensterläden mit donnergetöse gegen hausputzwände und bringt sie zum nießen.

regenwolken über meinem wunderland , ein vogel nippt an dem noch trochenrostigen regenbehälter und drüben zittert ängstlich das letzte übriggebliebene blatt am wippenden zweig.

der spätnachmittag begrüßt den neuen abend durch meinen radiolautsprecher. ansage für morgen : sonnig und heiter. mit einem dumpfen knall verdunkelt sich das erschrockene fenster ..

schnell nun die kleinkarierten gartenstuhlbezüge ins haus und die aufgeplusterte , empört wehende wäsche abnehmen ,

bevor der regen alles noch einmal wäscht.

© Chr.v.M.

Lauf – Worte

Kaputtglobalisiert…

Kaputtglobalisiert

Die Welt ist kalt – die Wärme fehlt
es fehlt der Schutz vor scharfen Kanten
einzig nur noch ‚Money’ zählt
unter ‚Globalplayern’ und Verwandten

nur der Geruch des Geldes trägt noch
dünne Schichten hoch hinaus
der Rest verschwindet im Finanzloch
verliert so Arbeit, Hof und Haus

was Politik einst sollte regeln
hat längst sich selbständig gemacht
Wirtschaft wird regiert von Flegeln
von denen jeder sich ins Fäustchen lacht

sie zocken, schieben, spekulieren
fahren Milliarden Verluste ein
die sie dann ‚cool’ präsentieren
denn Staat steht für Verspieltes ein

©ee

Vorostern

Vorostern

Die Sonne steht strahlend im Mittagshimmel –
über dem Rapsfeld Gesumme, Gewimmel.
Der Imker schickt seine Bienen zur Tracht –
sie ernten ihm süße goldene Fracht.

Die Kornblumen leuchten in satten Tönen –
die Menschen sitzen im Schatten und klönen.
Kühe und Schafe ziehen zur Weide –
munter und stetig fließt wieder die Leide.

Die Pflanzen sie sprießen, es ist eine Wonne –
ob Tier, Pflanze, Mensch – alles strebt jetzt zur Sonne.
Die Gärten, sie leuchten wie nur einmal im Jahr –
und schon wissen alle – bald ist das Osterfest da.

©ee

frohe Zeit.

Ostern ist es, frohe Zeit,
Natur erwacht zum Leben.
Der Himmel, er wird hoch und weit,
frag – was will Gott uns geben.

Der Mensch mag sich besinnen,
und wenn er den Verstand gebraucht,
auf seinem Wege durch die Welt,
dann merkt er schnell – trotz Schall und Rauch –

es ist nicht alles nur aus Geld.
Drum laßt uns neu beginnen.

©ee

Wir wünschen unseren Lesern

sonnige, bunte Ostertage

Ewald Eden und Christin v. Margenburg

Kann nichts verstehen…

Kann nit verstahn sagt‘ schon Urahn,
und schützte so der Mutter Sprach‘.

Er tat es von dem ersten Schrei
bis hin zu Todes Vielerlei –
mit Freude und mit Lust am Leben
wurd‘ Elterns Sprach‘ weitergegeben.

Verlor nichts von des Klanges Fülle –
blieb starker Ton und schützend Hülle,
blieb über Generationen hin
echt ausdrucksstarken Lebens Sinn.

©ee

Mit Hinweis auf unser Schrievhuus :

https://schrievhuuscom.wordpress.com/

denn bin ich nicht hier,

dann bin ich dort

an MEINEM Lieblingsort.

Die Linde . . .

Die Linde . . .

Die Linde ist nicht nur ein Baum
sie ist ein großes Zeichen
sie stand von je in heiligem Raum
in allen nordisch Reichen

Sie stand dort für Gerechtigkeit
für Strafe und für Leben
man kam von nah und fern und weit
um nach Einigkeit zu streben

Im Schatten eines Lindenbaumes
saßen des Volkes weise Richter
sie waren Hüter eines Friedenstraumes
und hatten Volkes Volksgesichter

Es war’n nicht hochgepuschte Junge
es waren weise Alte nur
sie sprachen nicht mit falscher Zunge
von Egoismus keine Spur

Über hunderte von Jahre
war die Linde das Symbol
den Frieden halte und bewahre
du – Mensch – als denkend Ruhepol
.

© ee