Heute,gestern, morgen…

nichts besseres zu tun als nachts
kostenlos an der brücke zu lauern
um die hämmernden töne
der abgefahrenen mucke zu lauschen
danach seelenstaunen
wenn der rhythmus die gischt aufschäumt.

zwischen den klaffenden mäulern
der verrosteten kähne
ein kontinuierliches brechen
melodienempfindungen ertrinken
und alles wie immer gut ausgeleuchtet
selbst das geknutsche

ist gleich geblieben.

© Chr.v.M.

gesetzt als das Leben noch NORMAL war…

Unterwegs.

Unterwegs.

über den fabrikschloten
rauchzöpfe
himmelwärts aufsteigend.

sichtlos milchgelbe fensteraugen
dahinter das stampfen
blindwütig von motoren

aufgesprühtes zwischen graffitiparolen
arbeit macht glücklich,
ewig wunschzerfetzt.

auch mauerabwärts
blüht schwarz das moos
verschwitzt noch in den ritzen

unbeirrbar in meinem tagesstaunen.

© Chr.v.M.

Nichts verlieren.

Nichts verlieren.

Dich aus den Augen ,
zwischen allen Seiten des Lebens suchen.
Dich nicht verlieren.

Das letzte Blatt bevor es fällt,
vom Baum der Zeit.
Es nicht verlieren aus den Augen.

Kraft, Mut und Zuversicht sammeln,
hoch hängt die Uhr doch Zeigerlos.
Die Zukunft, uns nicht verlieren.

© Chr.v.M.

oder :

wo im Verlieren
das Wiederfinden
schon enthalten ist…

zwischen den Tagen.

Processed by: Helicon Filter;

zwischen den tagen liegt die nacht
durch dunkle gänge fallen mich schreie an
trifft mich das stönen

klammert sich der schmerz an eilende fersen
sucht die hilfe meinen schatten
bäumt sich das schicksal wissend vor dem tod auf,

hält mir das leben die hohle hand entgegen
und fängt meine tränen ein
nacht um nacht.

© Chr.v.M.

Unser Aprilhimmel.

17.04 016

Wie es duftet
zwischen all den Blüten
knospet und aufbricht
mit der Erwartung.

Wie es sich wirft
über die Wiese
in goldenen Kleidern
bis zum Schirmchenflug.

Wie er nun trägt
stolz der Tageshimmel
samtblau die Kleidung
Wölkchen betupft.

Wie es nun flieht
die Stille der kühlen Tage
wie ich empfinde die Freude
in allem Blütenrauschen.

Da die
Aprilsonne
uns Allen munter
entgegen lacht.

© Chr.v.M.

find no way my steps

.

find no way my steps

d ort wo kulturen aufeinander knallen
ist das licht zerbrechlich
wird die herztüre zum eigenen tor
dampfen die gefühle
durch zeitwellen unlöschbar

verdichtet sich


das unverständnis mit der armut
im atmen fehlt das durchhalten
bis die schritte keinen ausweg finden
wie die sorgen die vor mir laufen
zwischen stummen maskenträgern.

© Chr.v.M.