Über den Wolken, dem Himmel so nah‘ …

Über den Wolken, dem Himmel so nah‘ …

an der Straße zwischen Sande und der Gödenser Neustadt  gibt es in der zerklüfteten Landschaft außer  unzähligen aufgeschütteten „Sandbergen“ auch noch anderes zu sehen

S ie schweben so leicht durch bläuende Lüfte –

dem Himmel so nah,

und doch weit entfernt –

sie tänzeln hoch über die erdlichen Klüfte,

als hätten sie von den Engeln das Fliegen gelernt.

© ee

Empörung …

Alle Welt tut hochempört –

man kennt und nennt die Missetaten
mit denen man uns‘re Welt zerstört –
doch niemand nennt die Satansbraten
die solches doch erst möglich machten
durch Hungerlohn und Werkverträge
und so manches and‘re Schräge –

und sich dabei ins Fäustchen lachten.

Es waren hochdotierte Cliquen –
die öffneten der Hölle Tore,
nachdem sie sich dann fettgefressen
hinterliessen sie ‘ne eklig‘ Sore,
als ungebändigt Abfallhaufen

in dem wird letztlich Welt ersaufen.

Sie traten auf als Volk‘s Vertreter,
gar oft sogar als Vor und Beter,
die mit der Schöpfung einig sind
es war‘n jedoch nur Leisetreter
die Volkes Augen machten blind.

Von Anbetern des Kapitals
sollt man andres nicht erwarten,
so war es auch schon dunnemals
in des Schöpfers Wesensgarten
weil er nicht kriegte voll den Hals

markierte er den Superharten –

der Gerhard aus dem Lipperland,
der ganz schnell seine Jünger fand –
die ihm dann folgten Schritt auf Tritt
und machten jede Schandtat mit.©ee

ewaldeden2020-06-26


Erinnerungssuche am Geniusstrand …

Erinnerungssuche am Geniusstrand …

Ich suchte der Kinderzeit fröhliche Spuren –
der Jugendzeit Zeichen von zärtlichem Tun,
wenn wir der Liebe Geheimnis erfuhren
und konnten vor Herzklopfen nachts nicht mehr ruh
’n.

Ich suchte das freie, das herrliche Leben
auf den Wiesen zwischen Deichen und Meer –
wollt’ meiner Erinnerung Nachhilfe geben,
doch wo ich auch schaute – das Schauen blieb leer.

Vergitterte Strände –
die Deiche gekrönt mit Drahtverhau,
mit Kameras gesicherte Stahlbetonwände
und nichts zu sehen von Sand und Meerbl
au.

Ich hab’ mich gefragt wo bist du geblieben –
du friedliches Land am friesischen Watt,
von dem wir in unseren Ferien schrieben,
dass außer der Sprache auch die Fische ganz platt.

©ee

Guten Morgen .

D urch‘s rüschelnde Reit
des werdenden Tages
eilet mein Sehnen zu Dir …

das Werden es tänzelt,
es flüstert mir ‚ Wag es‘
und leg Dich fürs Leben

voll ins Geschirr …

es reicht uns die Hände –
ergreifen wir sie
fallende Wände werd‘n zur Melodie

frei sind die Wege –

von Blumen gesäumt
über Abgründ‘ führ‘n Stege
und zeigen das Leben

wie wie wir es erträumt …

©ee

Postengeschacher

Andrea Nahles und der Scholz …

da paart sich dörflich Eifels Schnodder
mit kühlem nordesdeutschem Stolz –
da paart sich „Älebäätsch“ und „Fresse“
mit gefühllos kalter Hansepresse

und wird zu übelriechend‘ Modder.

Da hält ein SPD Philister
als bundesdeutsch‘ Finanzminister
seine schützend Postens Hände
über Eifels wüchsig‘ Lende –

und aller Welt wird klipp und klar
dass Genossens Filz seit jeher war.
Durch auswechseln von bunten Bändern
wird künftig sich trotzdem nichts ändern.

©ee

ewaldeden-2020-19-05

mit weiteren Nachdenklichkeiten auch hier :

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/inventur-der-gedanken-teil-2/inventur-der-gedanken-teil-3/

Muttertag

Mit glückesweichen Augen schaut dich die Mutter an –
bist du auch schon erwachsen – bist schon ein großer Mann.

In ihrer Welt des Alters – die täglich etwas kleiner wird,
bist du ein bunter Falter, der ihr zur Freude sich geziert.

Drum nimm ihr nicht den Glauben an eine heile Welt.
Wenn sie mal fort, wird dir bewusst –

die Liebe einer Mutter
bekommst du nirgendwo für Geld.

©ee

Foto https://pixabay.com/de/

Ein Mutterherz.

Ein Mutterherz.

Einer Mutter Herz hört niemals auf zu bangen
einer Mutter Herz ist ständig auf der Hut
einer Mutter Herz kann in das Feuer langen
nur ein Mutterherz hat soviel Mut.

Ein Mutterherz wird niemals sich verbiegen
ein Mutterherz verkauft sich nicht
ein Mutterherz wird erst am Boden liegen
wenn ihm ein Herz die Seele bricht.

Ein Mutterherz ist stark wie glühend Eisen
ein Mutterherz ist zart wie frischer Schnee
ein Mutterherz es braucht nicht zu beweisen
dass es das Glück fühlt und auch Weh’.

Ein Mutterherz das sollte man verehren
ein Mutterherz verdient nur Liebe pur
dem Mutterherzen sollt’ man nichts verwehren
denn Mutterherzen folgen deiner Spur …

©ee

Foto https://pixabay.com/de/

Der Bumerang des Hochmuts …

Der Bumerang des Hochmuts …

Wir werden geschlagen mit eigenen Waffen,
die ein Kind schon kann tragen, den Tod im Visier –
wir haben das eigen‘ Verderben geschaffen,
weil wir alles geliefert aus Machtsucht und Gier.

Der Wind, der gesät in den Elfenbeintürmen,
kehrt zu uns zurück mit erschrecklicher Kraft,
als Bumerang aus tödlichen Stürmen,
der jeden Widerstand mühelos schafft.

Wir haben uns bedient im Lauf der Geschichte,
an allem was anderen heilig war –
wir haben gemordet, geplündert vor Gottes Gesichte,
genossen das alles als wunder und bar.

Wir haben uns betrachtet als Herren der Welt,
die Peitsche geschwungen über die niederen Wesen –
und weil im Besitz wir von Reichtum und Geld
dünkten wir uns als handverlesen.

Dies‘ Denken ziert nur noch als blätternder Lack
des treibenden Staates einst glänzend‘ Karossen –
und mit der Benennung der Warner als Pack
hat man sich selber ins Knie gar geschossen …

©ee

ewaldeden2015-11-17

Ein Zeitsprung ins Heute …

Den Text schrieb ich in 2017 am 11. November. Ich wurde von von den verschiedensten Seiten in den darauf folgenden Tagen von etlichen schreibenden Medienvertretern ziemlich rüde angegangen. Der Haupttenor gipfelte meist in der Feststellung, dass ich wohl nicht ganz gar sei – und DAS war noch geschmeichelt. Ich habe es von den breiten Schultern meiner Seele einfach abperlen lassen – einfach abgewaschen wie eine klebrige Masse.


Als ich Nachmittags dann die Verkündung der Ergebnisse der gemeinsamen Telefonkonferenz der Regierungschefs der Bundesländer und der Vertreter der Bundesregierung als eine einzig „große Beweihräucherungszeremonie“ verfolgte, fiel mir spontan wieder der Bumerang des Hochmuts ein.
Es präsentierte sich vor aller Welts Augen eine Kanzlerin, der man die Kapitulation vor den Abläufen und Erfordernissen ansah. Mir drängte sich der Vergleich mit einem mit heisser Luft gefülltem Ballon auf, aus dem durch ständige Nadelstiche der ihr bis dato scheinbar treu ergebenenen und nachplappernden Gefolgschaft bereits ein erklecklicher Teil der ihn füllenden Luft entwichen war.
Bei ihrem von unzähligen Ää … und Ems … unterbrochenen Wortaneinanderreihungen konnte der Hörende von flüssigem druckfertigem Redefluß absolut nichts mehr finden.
Der ihr folgende Strauß‘sche Ziehenkel und Bayrische Landesvater brillierte hervorragend mit seinem von Stolpersteinen und Kunstpausen unbelastetem und dennoch nichtsagendem Redefluß.
Er hat viel palavert und im Grunde NICHTS gesagt – ausser, dass für jederman mit der Materie nur ein wenig vertrauten Zuschauern ganz klar erkenntlich war, dass der bayrische Kronprinz, als einer unter etlichen Mitbewerbern um die Macht-Nachfolge auf dem Thronsessel der alternden und schwächelnden Regentin das Zepter aus den Händen gewunden hat.©ee

ewaldeden-2020-05-08

Ein Tropfen Wahrheit
kullert am Bildschirn entlang.
Nachdenklichkeiten.

© Chr.v.M.

Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt‘!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
Es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
Wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all –
Mein Herz ist wie’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel das sing ich dazu.

Und find ich keine Herberg‘, so lieg‘ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh‘ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o Wandern, Du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in die Brust;
Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

Text: Emanuel Geibel 1841 – (1815–1884)
Melodie: Justus Wilhelm Lyra 1843 – (1822–1882)

Der Mai ist gekommen …

Jetzt bin ich dem Mai auf die Schliche gekommen
ich hab um Mitternacht haargenau aufgepasst
er kam am Himmel von Süden geschwommen
und hat jeden Baum einzeln beim Schopfe gepackt

er hat sie gestreichelt – und auch wohl gerüttelt
wenn sie denn noch aprilmüde waren
hat die Blätter aus den Zweigen herausgeschüttelt
und gefärbt mit dem zartesten Grün einem klaren

als die Sonne dann aufstand um viertel nach Vier
standen sie alle im herrlichsten Kleid
ringsum frischgewaschen und schier
zur Begrüßung des neuen Tages bereit.

©ee

ewaldeden