Mauern . . .

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Mauern . . .

D u siehst Mauern – kreuz und quer –
sie geh’n oft durch deine Seele,
das Gehen fällt – verdammt – sehr schwer –
du glaubst, die Richtung fehle.

Du schaust nach vorn – meinst du –
doch du siehst nach hinten,
das Schicksal schlägt vermeintlich zu –
im Grunde alles Finten.

In einer Schicksalsstunde dieses Lebens –
zeigt dir der Himmel deinen Stern,
du erkennst – nichts war vergebens –
das Ziel – es ist ja gar nicht fern.

Du brauchst bloß einen Schritt zu tun –
den Schritt über die Mauern,
schon kannst du in Gewißheit ruh’n –
brauchst nicht mehr selbst dich ‘ dauern.

Du siehst die Farben fröhlich leuchten –
das Bunt ist bunt – ist nicht mehr Grau,
schaust in die braunen, liebesfeuchten
Augen deiner Herzensfrau.

Versinkst in Wellen des Begehren –
das Meer des Sehnen nimmt dich auf,
versuch nicht, dich dagegen zu wehren –
laß dem Schicksal seinen Lauf.

© ee

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Losgelöst

Losgelöst

Laß’ den Gefühlen freien Lauf
laß’ die Gedanken ziehen
setz dich einfach obenauf
dem Alltagsgrau entfliehen

Laß’ dich tragen meilenweit
durch Zeit und über Länder
streu deine Freude himmelbreit
zeig’ sie als bunte Bänder

Schwing’ deiner Seele Flügelfalten
besuch’ damit die Sterne
laß’ Liebe nur im Leben walten
aus eig’nen Fehlern lerne

Und machst du Rast an schönen Plätzen
bemal sie dir mit Seelengold
wird sich dann jemand zu dir setzen
vom Schicksal vielleicht hergerollt

Faß’ die Gelegenheit beim Schopfe
mal deines Lebens buntes Bild
hab’ Fröhlichkeit stets nur im Kopfe

ein froher Sinn – dein starker Schild

© ee

Liebe . . .

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Liebe . . .

L iebe ist Leben –
Liebe ist Glück –
Liebe kann geben –
Liebe dreht Zeit zurück.

Liebe kann vergeben –
Liebe kann verzeih’n –
Liebe ist das Streben
der Rebe nach dem Wein.

Liebe ist das Werden –
Liebe ist die Macht –
zärtliche Gebärden –
selbst in dunkler Nacht.

Liebe ist der Anfang –
Liebe ist das Sein –
an Liebe führt der Weg entlang –
ganz weit in dich hinein.

Liebe ist das Spüren –
von Liebe überall –
Liebe kann uns führen –
bis hoch ins Himmelsall.

©ee

Kein Zweifel . . .

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Kein Zweifel . . .

J edes Leben ist beschrieben –
fein säuberlich und abgestimmt,
egal auch, wo die Wurzeln liegen –
egal auch, wann der Herr es nimmt.

Die Schrift – sie ist für jeden kenntlich
wenn man sich nur die Mühe macht,
jedes Leben ist unendlich –
auch nach des Sterbens kurzer Nacht.

Der Lauf vom Werden zum Vergehen
ist eine Reise durch die Welt,
man muß jedoch den Sinn verstehen –
der Abschied dann viel leichter fällt.

Die Kerze die wir jetzt entzünden –
erleuchtet einer Seele Pfad,
dadurch mag sie nach Hause finden –
wenn auch nicht immer schnurgerad.

© ee

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Verkannt.

Verkannt
Der Nebelmonat November…
man sagt von ihm,
er sei unromantisch.

Er hätte nur Platz für Trauer und Geister.
Er dulde nur Nebel und Seelenkoppeister
und kennt nur auf Gräbern brennende Kerzen,
Gedenken an Gestern und Verluste voll Schmerzen.

Dabei ist es nur seine schattige Seite –
die Wendung zu Stille und ruhigem Licht.
Im Halbglanz der Sonne die Stunden durchschreite,
und hör’ wie der Welt Hohnlachen bricht.

Schau segelnde Blätter von kahlenden Bäumen
und rieche des Herbstes vergehende Pracht.
Genieße die Farben – beginne zu träumen
und ahne den Frühling –

der schon bald wieder lacht.

© ee

Bild von Joseph Ken auf Pixabay

Gedanken zur Novemberzeit …

Bild von PicsbyFran auf Pixabay thanks

Gedanken zur Novemberzeit …

Der November ist so mitteltrübe
wie ein stark verwackelt Bild
Großmutter plagen ihre Rheumaschübe
mal erträglich – mal ganz wild

der Hund liegt in der Sofaecke
hat keine Lust auf Gassi geh’n
der Tag kriecht langsam wie ’ne Schnecke
als wenn’s ihm schwerfällt aufzusteh’n

die Sonne ist auf den Azoren
verbringt dort ihre Urlaubszeit
am Strand steht noch wie traumverloren
ein Strandkorb – bunt, im Sommerkleid

alle Welt redet von Trauer
und dem was längst vergangen ist
im warmen Viehstall klagt der Bauer
über viel zuvielen Mist

könnt’ man nicht diesen Monat streichen
aus unserer Zeit Kalender
es würde doch auch völlig reichen
wäre das Jahr ein Elferender.

©ee

Novemberblues …

Novemberblues …

Der November hat Adschüß gesagt
er hat den letzten Nebel eingesammelt
mit dreißig Tagen hoch betagt
hat er die Türen hinter sich verrammelt

der Dezember tritt nun in die Zeit
noch gar nicht winterlich gekleidet
ist nicht zu Eis und Schnee bereit
dieweil er unter Föhnwind leidet

doch der Terminkalender greint
kann seine Einträge nicht ändern
auch wenn der Himmel Tränen weint
schmückt er die Welt mit bunten Bändern

er eilt mit riesengroßen Schritten
auf Weihnacht zu – dem Jubelfest
während Ruprecht mit dem Rentierschlitten
sich auf Schneefall noch verläßt

so steht er da am Gabentag
mit reichlich rostigroten Kufen
und ist im Herzen ganz verzagt
ob des vergeblich Abfahrt rufen

©ee

Bild von H. B. auf Pixabay

immer wieder NEUES findet ihr hier :

https://christinvonmargenburg.blog/neues/

Die alte Schmiede in Middels

Die alte Schmiede in Middels

Großer Saal, volles – übervolles – Haus.

Die ostfriesischen Jungs hatten – wie alljährlich – die Senioren der Region zu einem gemütlichen Nachmittag bei Tee und Kuchen geladen – zum Klönen, zuhören, zusehen – ganz einfach Kurzweil war angesagt. Alle, die in die Vorbereitungen eingebunden waren, rührten sich nach Kräften –

das heißt, soweit es die Mitglieder des „Fanclubs“ der ostfriesischen Jungs betraf. Kurzweilige Stimmung zu erzeugen, mühten sich die auf der Bühne mitwirkenden Akteure nach Kräften. Verwässert wurde ihr Bemühen gehörig durch den plörigen Tee und ebenso versalzen durch die gepfefferten Preise für Verzehr außerhalb des „Sponsorings“. Die, diese an sich gute Sache, unterstützenden Firmen hätten wahrlich eine bessere Präsentation ihrer kostenlos gelieferten Produkte verdient gehabt.

Bei den kleinen Speisen am Rande machte sich ein krasses Missverhältnis zwischen Menge und Preis bemerkbar. Als großes Manko fiel die fehlende behinder-tengerechte Erreichbarkeit der sanitären Einrich-tungen ins Gewicht. Die wohltuende Sauberkeit der im Untergeschoß gelegenen Toiletten bewahrte den Gefühlspegel vor dem Absturz in den Minusbereich.

Ein großzügig ausgelegter Parkplatz ersetzt eben noch lange kein fehlendes, freund-liches Innere eines gastronomischen Betriebes –

gleich in welcher Größe er sich darbietet.©ee

hörst Du den Winter ?

Bild von NickyPe auf Pixabay

Hörst du

Hörst du das Wispern der Wintergräser
im frostigkahlen Morgenlicht –
hörst du das Tönen der Kirchturmbläser
das sich unter den eilenden Wolken bricht?

Hörst du das Knispern der trockenen Reiten
über dem blinkernden moorigen Grund –
hörst du der Wellen Geschlag’ in dem weiten,
vom Himmel begrenzten und bläuendem Rund?

Hörst du des Windes emsiges Raunen –
wie stetiges Leben über dem Watt,
es zeiget uns Werden, es machet uns staunen
dass Erde all’ diese Wunder noch hat.

Genießet das alles und füget euch ein –
erkennet die Werke als schlüssig,
denn wenn ihr’s nicht könnt,
dann wird es bald sein

dass Mensch auf Erd’ mehr ist als flüssig.

©ee


ewaldeden©2013-02-23