Beifall !

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Beifall dem Tagesbeginn!

h inter mir klappern
fensterläden beifall
der tag beginnt mit locken
wie er sich schlängelt

mit dem tageserwachen

bis der himmel in seeblau kippt
wolkenbilder ans seeufer schippt
die krähe nur sie kreischt erschrocken
als die frühlingshand so wie ich

all die leuchtenden farben mischt.

© Chr.v.M.

Pusteblume.

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Pusteblume.

P usteblume blüht am Wege
weißlichgrau ihr runder Schopf
steht inmitten gelber Vettern
mit Federfliegern auf dem Kopf

dicke Backen kräftig pusten
fort sind sie die tausend Haar
fliegen fort bei allen Wettern
kommen wieder übers Jahr

dann sind sie erst wie die Verwandten
quittengelb und sonnenfroh
blühen an des Weges Kanten
blühen zwischen Heu und Stroh

wenn sie dann die Sonn’ genossen
und das Viehzeug sie verschmäht
ist die Jugend schnell verflossen
als Pusteblum’

erneut verweht

© ee

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Der Mai ist gekommen …

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Der Mai ist gekommen …

J etzt bin ich dem Mai auf die Schliche gekommen
ich hab um Mitternacht haargenau aufgepasst
er kam am Himmel von Süden geschwommen
und hat jeden Baum einzeln beim Schopfe gepackt

er hat sie gestreichelt – und auch wohl gerüttelt
wenn sie denn noch aprilmüde waren
hat die Blätter aus den Zweigen herausgeschüttelt
und gefärbt mit dem zartesten Grün einem klaren

als die Sonne dann aufstand um viertel nach Vier
standen sie alle im herrlichsten Kleid
ringsum frischgewaschen und schier
zur Begrüßung des neuen Tages bereit.

©ee

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Neues zum 1. Mai auch hier : in der Schreibwerkstatt 2

https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/unsere-schreibwerkstatt/unsere-schreibwerkstatt-2/

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: Tag der Arbeit !?

fotos von hier https://pixabay.com/de/

Der April streckt seine Waffen …

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Der April streckt seine Waffen …

D er April streckt seine Waffen
mit ihm weicht der Höllenfürst
die Hexen ihre Röcke raffen
fliegen ihm nach auf ihrer Bürst’

Die Menschen haben sich zum Glücke
Scheiterhaufen angezünd’t
der Winter springt in tausend Stücke
der Frühling seinen Einzug find’t

Die lange Nacht kling’n frohe Lieder
vom Dunkel bis zum Morgenrot
die Hexen kommen später wieder
für diesen Sommer sind sie tot

Bist du dann in hohem Bogen
Schlag Mitternacht mußte es sein
übers Feuer weggeflogen
konnt’st dich vom Beelzebub befrei’n

Nun laß die hellen Tage kommen
sie sind des Jahres schönste Zeit
laß scheinen all die kleinen Sonnen
öffne dein Herz – unendlich weit.

© ee

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neue Tage…

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neue Tage…

u nd dann zeichnet
wind
wolkenweich
tausend herzen
himmelleicht

und dann bebt
und schwebt das samtblau
über wiesengrüne halme
rau im beugen, fruchtkornwippen
tausend samen die nun nicken

und dann ist es
zart ein summen
und im tanzen schmetterlinge,
und sie kreisen, tanzen,
fliegen,

bienen, hummeln,
die dort brummen
mit der leichtigkeit des lebens
arbeitsam, summend,
entschweben.

© Chr.v.M.