Empörung …

Alle Welt tut hochempört –

man kennt und nennt die Missetaten
mit denen man uns‘re Welt zerstört –
doch niemand nennt die Satansbraten
die solches doch erst möglich machten
durch Hungerlohn und Werkverträge
und so manches and‘re Schräge –

und sich dabei ins Fäustchen lachten.

Es waren hochdotierte Cliquen –
die öffneten der Hölle Tore,
nachdem sie sich dann fettgefressen
hinterliessen sie ‘ne eklig‘ Sore,
als ungebändigt Abfallhaufen

in dem wird letztlich Welt ersaufen.

Sie traten auf als Volk‘s Vertreter,
gar oft sogar als Vor und Beter,
die mit der Schöpfung einig sind
es war‘n jedoch nur Leisetreter
die Volkes Augen machten blind.

Von Anbetern des Kapitals
sollt man andres nicht erwarten,
so war es auch schon dunnemals
in des Schöpfers Wesensgarten
weil er nicht kriegte voll den Hals

markierte er den Superharten –

der Gerhard aus dem Lipperland,
der ganz schnell seine Jünger fand –
die ihm dann folgten Schritt auf Tritt
und machten jede Schandtat mit.©ee

ewaldeden2020-06-26


Der Bumerang des Hochmuts …

Der Bumerang des Hochmuts …

Wir werden geschlagen mit eigenen Waffen,
die ein Kind schon kann tragen, den Tod im Visier –
wir haben das eigen‘ Verderben geschaffen,
weil wir alles geliefert aus Machtsucht und Gier.

Der Wind, der gesät in den Elfenbeintürmen,
kehrt zu uns zurück mit erschrecklicher Kraft,
als Bumerang aus tödlichen Stürmen,
der jeden Widerstand mühelos schafft.

Wir haben uns bedient im Lauf der Geschichte,
an allem was anderen heilig war –
wir haben gemordet, geplündert vor Gottes Gesichte,
genossen das alles als wunder und bar.

Wir haben uns betrachtet als Herren der Welt,
die Peitsche geschwungen über die niederen Wesen –
und weil im Besitz wir von Reichtum und Geld
dünkten wir uns als handverlesen.

Dies‘ Denken ziert nur noch als blätternder Lack
des treibenden Staates einst glänzend‘ Karossen –
und mit der Benennung der Warner als Pack
hat man sich selber ins Knie gar geschossen …

©ee

ewaldeden2015-11-17

Ein Zeitsprung ins Heute …

Den Text schrieb ich in 2017 am 11. November. Ich wurde von von den verschiedensten Seiten in den darauf folgenden Tagen von etlichen schreibenden Medienvertretern ziemlich rüde angegangen. Der Haupttenor gipfelte meist in der Feststellung, dass ich wohl nicht ganz gar sei – und DAS war noch geschmeichelt. Ich habe es von den breiten Schultern meiner Seele einfach abperlen lassen – einfach abgewaschen wie eine klebrige Masse.


Als ich Nachmittags dann die Verkündung der Ergebnisse der gemeinsamen Telefonkonferenz der Regierungschefs der Bundesländer und der Vertreter der Bundesregierung als eine einzig „große Beweihräucherungszeremonie“ verfolgte, fiel mir spontan wieder der Bumerang des Hochmuts ein.
Es präsentierte sich vor aller Welts Augen eine Kanzlerin, der man die Kapitulation vor den Abläufen und Erfordernissen ansah. Mir drängte sich der Vergleich mit einem mit heisser Luft gefülltem Ballon auf, aus dem durch ständige Nadelstiche der ihr bis dato scheinbar treu ergebenenen und nachplappernden Gefolgschaft bereits ein erklecklicher Teil der ihn füllenden Luft entwichen war.
Bei ihrem von unzähligen Ää … und Ems … unterbrochenen Wortaneinanderreihungen konnte der Hörende von flüssigem druckfertigem Redefluß absolut nichts mehr finden.
Der ihr folgende Strauß‘sche Ziehenkel und Bayrische Landesvater brillierte hervorragend mit seinem von Stolpersteinen und Kunstpausen unbelastetem und dennoch nichtsagendem Redefluß.
Er hat viel palavert und im Grunde NICHTS gesagt – ausser, dass für jederman mit der Materie nur ein wenig vertrauten Zuschauern ganz klar erkenntlich war, dass der bayrische Kronprinz, als einer unter etlichen Mitbewerbern um die Macht-Nachfolge auf dem Thronsessel der alternden und schwächelnden Regentin das Zepter aus den Händen gewunden hat.©ee

ewaldeden-2020-05-08

Ein Tropfen Wahrheit
kullert am Bildschirn entlang.
Nachdenklichkeiten.

© Chr.v.M.

Nur ein bedenkenloses Spiel …?

Eden meint …

Eden meinte bis heute, dass er sich mit seiner Meinung aus dem Geschehen um die Corona-Pandemie die aktuell unser Land und seine Wirtschaft in Stücke zerschlägt und das Miteinander in der Gesellschaft zerbricht, raushalten solle, weil er dem Abgang von den Brettern der Bühne des Lebens, die vielen ja die Welt bedeuten, bereits näher ist als sein Erscheinen auf besagter Bühne von ihm entfernt ist.

Das hat Eden bis heute zumindest gemeint.

Doch nun bereitet mir das, was da aus den Kulissen der Weltbühne nach vorn in das grelle Licht der Öffentlichkeit stolpert und immer weiter vorgeschoben wird, doch einiges an Magenbeschwerden.

Über diese Art von Unbehagen klagt zur Stunde fast Jedereiner in meinem Alter [oder auch älter] der ebenso wie ich bereits auf seinem Lebensweg eine Stück weiter hin ist, die schämen sich wegen ihrer Lebensjahre reinweg vor sich selber, weil sie sich als ein Stein im Wege der Nachwachsenden fühlen. Und DAS ist zum größten Teil darin verwurzelt weil die Großkopferten aus Politik und Gesellschaft ihnen (den Nachgewachsenen) ständig und ohn Unterlaß einblasen, dass sie in der gegenwärtigen Corona-Situation nur mit angezogener Handbremse durch die Tage brettern dürften.

Bei Vollgasfahrten würden ansonsten die Älteren Mitglieder der Gemeinschaft von der Ladefläche stürzen und mit großer Wahrscheinlichkeit dem Tode anheimfallen.

So eine Misere aber auch, dass man als jüngerer Erdenbürger der Älteren wegen nicht einmal mehr ein wenig Spaß haben darf.

Und das nur weil dieses Virus die älteren Mitbürger leichter beim Hinter zu fassen bekommen könne.

Diese Argumentation ist doch wohl ein verdammt ungewichtiger Zustand, da diese ursprünglich aus Rot-China in die Welt entlassene Seuche, wesentlich jüngere Menschen genauso behende in Coronas Fängen verheddern kann – wenn auch mit ein wenig weniger „Endgültigkeit“ der daraus resultierenden Folgen.

Davon hört und liest man, wenn überhaupt, nur sehr „gedünnt“ aus den Expertenreihen der Schlauschnacker aller Feldpost-Nummern.

Sieh – und eben darum mußte Eden spontan doch noch etwas dazu meinen.©ee

ewaldeden2020-04-05

Fotos auf https://pixabay.com/de/

Eine Vision …

Eine Vision …

oder des Teufels lange Nase

Ob da wohl noch jemand ist auf dem Globus der so recht begreift was da weltenweit zur Stunde abgeht mit Corona und so?

Ich muß es eingestehen – ich mit mit meinem kleinen Denkapparat begreife es nicht – nicht von vorn und nicht von hinten.

Förmlich im Minutentakt erscheinen auf allen Kanälen der häuslichen Fernsehgeräte, der Smartphones und der sonstigen technischen Errungenschaften neue, andere und bis zu dem Moment ihres Auftauchen den Menschen im Lande bisher unbekannte Gestalten, um irgendwelche Vermutungen ihrerseits oder noch häufiger Ihr fundiertes Nichtwissen in die Welt zu schnauben und zu pusten.

Mein Großvater hatte zu seiner Zeit bereits erkannt, dass diejenigen, die über uns in den Regierungen und Institutionen in der Regel mit Klauen und Zähnen ihre Positionen verteidigen, irgend welche Erforder- bwz. Geschehnisse den einfachen Menschen plausibel zu erklären nicht imstande sind, dass sie es entweder nicht wollen, nicht können oder, dass sie es auf irgendjemandes Weisung hin, gar nicht dürfen.

Um das alles zu kaschieren jagen sie dann einfach „de griese Katt, wie Opa es benannte – schwadenweise Nebel übers Land, so dass die Bürger nichts mehr wahrnehmen, nichts mehr sehen können.

Die oftmals selbsternannten oder auch sogenannten „Experten“ die plötzlich und fast überfallartig aus dem Schlagschatten der Reihen der Großkopfigen auftauchen schwadronieren dann  in der Regel eine Menge Worte und Sätze in das gleißende Licht der Studiolampen, aber wirklich etwas erklären tun sie auch nicht.

Manchmal denke ich, was wohl wäre wenn ich in der Frühe vom Schlafe erwachen würde, und es wäre wieder so wie es vor Corona war … und aus irgendeiner dunklen Ecke würde uns der Teufel mit einem Grinsen zwischen den Hörnern eine lange Nase drehen … und offenbaren dass er alles nur inszeniert hätte um uns in Angst und Schrecken zu versetzen, um uns zu zeigen dass er noch da wäre …

©ee

ewaldeden2020-03-16

Eden meent …

Ov dor woll noch well is up de Eer, de so recht begript wat dor weltenwiet up Stünns ovgeit mit Corona ov so? Ikk mit mien lütten Brägen mutt mi ingestoahn – ikk begriep dat nich – nich van vörn un ok nich van achtern. Aal Minüt düken in de Billerkist van Tellewischen neeä, anner bit to de Momang de Minschen in d‘ Land unbekennte Gesichten up üm wat van Vermoden ov bäter van hör Nichweeten in de Gägend to schnuven un to pusten.

Mien Opa sää all jümmers dat de, de boaven us in d‘ Regeern un Institutschonen hukeln, irgendeen Belangen de eenfach Minschen in d‘ Land nich verkloaren köänt, ov ok woll nich willt ov villicht ok nich dürsen, denn joagen see eenfach de griese Katt dör de Gägend, un de Lüü köänt tomoal niks mehr kieken.

De „Fachlüü“ de dor tomoal ut de Schka van de Riech van Grodkoppigen updüken röädeln tomeist een heel büld Worden in de Lücht van de Studioluchten, oaber verkloaren doon see ok rein ganniks.

Mennichmoal denk ikk so bi mi, wat woll is, wenneer ikk mörgen froo upwoak un allens is wedder su as dat oahn Corona west is – un ut irgendeen Hörn dreit us denn een Düvel mit Hörns een langen Nöäs … un verkloart us dat he us doch blods ähm düchdich in d‘ Trillern joagen wullt har üm to wiesen dat he noch dor is …©ee

ewaldeden2020-03-15

Gegen das Vergessen.

powerless

wir hatten worte gesammelt
um das enttäuschen zu verstecken
sagst du

nun sitzen wir
in den schatten der buchstaben
um das wort HILFLOS zu ersetzen

hörst DU, fragst du
im klang der winde
wie sie fielen

die buchstaben
mit der entäuschung,
über all das unbegreifliche.

© Chr.v.M.

Mission Frieden

Mission Frieden

Die Annegret, die Karrenbauer
sagt’s wieder einmal nicht genauer
wie sie es mit der Wehrmacht hält
und wo sie sie gern hingestellt.

In Afroasisch Wüstensand
schon einmal deutsches Feldgrau stand –
hat auch dem Land nicht viel genützt,
noch irgendwo etwas beschützt.

Mit ihrem lispelnd spitzen Mund
tat sie der Welt die Notwend’ kund
dass uns’rer Bundesdeutschen Wehr
das Befrieden dort fiel gar nicht schwer.

Sie kennte sich in sowas aus,
wär’ doch befähigt von zuhaus
könnt’ doch in Bütten närrisch reden
hätt’ klassisch Draht sofort zu jeden

rücksichtslosen Weltvernichter
und verstünd die Sprach der Kriegsberichter

© ee

ewaldeden2019-10-22

nicht zu erfassen.

windgefüttert
der atem des herbstes
schub bereit für alle ängste
wo sind die verträumten
kosewörter für heimat geblieben

schimpftiraden zwischen
fallengelassenenen hoffnungen
vor empfindlichem mißverstehen
nicht zu erfassen
diese not hier, dieses elend

ihre und unsere
traurigkeit
und bis der schnee
auf die felder fällt
ist es nicht weit

nebelgedrungen
setzt sich der tag
mit mir
hilflos erstarrt
auf das land.

© Chr.v.M.

Bild von Caro Sodar auf Pixabay

Unwohlsein.

Unwohlsein.

I ch muß kotzen
wenn ich die Welt mir betrachte
es wird nur geprotzt und mit Geld rumgeschmissen
es scheint so als ob man die Armen verlachte
die sowieso schon von vorne bis hinten beschissen

die Flimmerkiste zeigt nur zufriedene Gesichter
mit Flitter behangen und stinkend vor Moos
sie blenden und zeigen nur blinkende Lichter
als wär in der Welt nichts anderes los

angebliche Sorge um Flora und Fauna
treibt sie dazu und zu noch viel mehr
sie tanzen Tango in finnischer Sauna
während die Masse ersäufet im Meer

sie singen das Lied von Wohlstand und Glück
in misslich klingenden Tönen
sie spielen Theater, doch stets nur ein Stück
das Stück von den Reichen und Schönen

© ee

Europa

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Europa

E uropa – eins und grenzenlos
gewollter Irrsinn, Todesstoß
das Böse wird zu Riesenbergen
die alles in den Schatten zwingen.

Das Gute schrumpft zu kleinen Zwergen
die gar nichts mehr zustande bringen –
nur wollen sie es nicht erkennen,
dass ihre Ohnmacht sie erstickt.

Sie wollen einfach weiterpennen,
auch wenn es scheint total verrückt,
als die Idee von alten Greisen
vor Zeiten in die Welt gebracht.

Die wollten nur der Welt beweisen,
dass nicht erschöpft ist ihre Macht.

Nur reichte ihr Verstand nicht aus –
war einfach zu gering geraten,
um zu erahnen heut’gen Graus
in Alteuropas Einzelstaaten.

©ee

auch hier : https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/

Alle Tage

.

Alle Tage

M an hört ständig Behördensprecher
in Worthülsen den Müll verpacken
den aufgekratzt’ Regierungszecher
täglich auf die Tische kacken

Alles wird schön breitgemacht
es muß ja richtig stinken
sonst würd’ das Land in dunkler Nacht
zu schnell im Sumpf versinken

Man hätte gar nicht genug Zeit
die Früchte zu genießen
entgangene Gelegenheit
die würd’ doch nur verdrießen

Und da man sehr penibel ist
hat man einen wachen Blick
das Unten jeder von dem Mist
bekommt ein riesengroßes Stück

Denn wenn die Kleinen es nicht schlucken
was oben angemengselt wird
die Großen würden heftig spucken
und Kotze hat noch nie geziert.

© ee

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