Mission Frieden

Mission Frieden

Die Annegret, die Karrenbauer
sagt’s wieder einmal nicht genauer
wie sie es mit der Wehrmacht hält
und wo sie sie gern hingestellt.

In Afroasisch Wüstensand
schon einmal deutsches Feldgrau stand –
hat auch dem Land nicht viel genützt,
noch irgendwo etwas beschützt.

Mit ihrem lispelnd spitzen Mund
tat sie der Welt die Notwend’ kund
dass uns’rer Bundesdeutschen Wehr
das Befrieden dort fiel gar nicht schwer.

Sie kennte sich in sowas aus,
wär’ doch befähigt von zuhaus
könnt’ doch in Bütten närrisch reden
hätt’ klassisch Draht sofort zu jeden

rücksichtslosen Weltvernichter
und verstünd die Sprach der Kriegsberichter

© ee

ewaldeden2019-10-22

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nicht zu erfassen.

windgefüttert
der atem des herbstes
schub bereit für alle ängste
wo sind die verträumten
kosewörter für heimat geblieben

schimpftiraden zwischen
fallengelassenenen hoffnungen
vor empfindlichem mißverstehen
nicht zu erfassen
diese not hier, dieses elend

ihre und unsere
traurigkeit
und bis der schnee
auf die felder fällt
ist es nicht weit

nebelgedrungen
setzt sich der tag
mit mir
hilflos erstarrt
auf das land.

© Chr.v.M.

Bild von Caro Sodar auf Pixabay

Unwohlsein.

Unwohlsein.

I ch muß kotzen
wenn ich die Welt mir betrachte
es wird nur geprotzt und mit Geld rumgeschmissen
es scheint so als ob man die Armen verlachte
die sowieso schon von vorne bis hinten beschissen

die Flimmerkiste zeigt nur zufriedene Gesichter
mit Flitter behangen und stinkend vor Moos
sie blenden und zeigen nur blinkende Lichter
als wär in der Welt nichts anderes los

angebliche Sorge um Flora und Fauna
treibt sie dazu und zu noch viel mehr
sie tanzen Tango in finnischer Sauna
während die Masse ersäufet im Meer

sie singen das Lied von Wohlstand und Glück
in misslich klingenden Tönen
sie spielen Theater, doch stets nur ein Stück
das Stück von den Reichen und Schönen

© ee

Europa

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Europa

E uropa – eins und grenzenlos
gewollter Irrsinn, Todesstoß
das Böse wird zu Riesenbergen
die alles in den Schatten zwingen.

Das Gute schrumpft zu kleinen Zwergen
die gar nichts mehr zustande bringen –
nur wollen sie es nicht erkennen,
dass ihre Ohnmacht sie erstickt.

Sie wollen einfach weiterpennen,
auch wenn es scheint total verrückt,
als die Idee von alten Greisen
vor Zeiten in die Welt gebracht.

Die wollten nur der Welt beweisen,
dass nicht erschöpft ist ihre Macht.

Nur reichte ihr Verstand nicht aus –
war einfach zu gering geraten,
um zu erahnen heut’gen Graus
in Alteuropas Einzelstaaten.

©ee

auch hier : https://christinvonmargenburg.blog/inventur-der-gedanken/

Alle Tage

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Alle Tage

M an hört ständig Behördensprecher
in Worthülsen den Müll verpacken
den aufgekratzt’ Regierungszecher
täglich auf die Tische kacken

Alles wird schön breitgemacht
es muß ja richtig stinken
sonst würd’ das Land in dunkler Nacht
zu schnell im Sumpf versinken

Man hätte gar nicht genug Zeit
die Früchte zu genießen
entgangene Gelegenheit
die würd’ doch nur verdrießen

Und da man sehr penibel ist
hat man einen wachen Blick
das Unten jeder von dem Mist
bekommt ein riesengroßes Stück

Denn wenn die Kleinen es nicht schlucken
was oben angemengselt wird
die Großen würden heftig spucken
und Kotze hat noch nie geziert.

© ee

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Warum…

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Warum.

W arum kämpfst du
so viele Kämpfe mit dir
warum achtest du so
auf das flüstern der Andern

betracht’ es als das was es ist
nämlich wirr
und laß es ganz schlicht
in das Nirgendwo wandern

es sind oft nur Bilder
verzweifelter Sehnsucht
die immer vergeblich
und nie sich erfüllt

sie wird ganz gewiß nicht
durch falsches malen gestillt
laß dich durch nichts
aus der Richtung lenken

gleich was man sich
für dich fälschlich ersehnt
und hab keine Furcht
auch mal Freunde zu kränken

zu schnell ist sonst
dein eigenes Ich überdehnt.

©ee

Armut hört nicht auf…

Armut hört nicht auf…

A rmut hört nicht auf, nur weil die GROKO fett regiert –
Armut hört nicht auf, nur weil kein Reicher sich geniert –
Armut hört nicht auf, nur weil die meisten satt zu essen haben,
weil – Armut läßt zuerst die hungernd’ Seele darben.

Wer arm ist der gehört nicht mehr dazu,
vor der Armut schließt Gesellschaft ihre Türen zu.
Armut hört nicht auf, nur weil Diäten steigen –
Armut hört nicht auf, auch wenn Politiker
unbedarft des Staates Geld vergeigen.

Armut hört nicht auf, weil Banken reicher werden
und zwar so reich, dass es schon stinkt auf Erden –
Armut hört nicht auf, nur weil die Zahl der Milliardäre steigt.
Armut hört nicht auf, nur weil die Wirtschaft weltverzweigt.

Armut hört nicht auf, nur weil Häuser in den Himmel wachsen,
sei es in Frankfurt/Main oder in Frankfurt/Sachsen.
Armut hört nur auf, wenn alle sich besinnen –
und mit dem was Erd’ an Schätzen hat
ein anderes, ein neues Tun beginnen.

© ee