Am Anfang

Am Anfang

A m anfang ,
da gab es nur ein wort.
es war bei gottes geist
in sicherem hort
wir kennen es noch,
das wort heißt magie
und lebte fort in märchen und phantasie.

es heißt, sie haben damit
die erde bestellt.
sie wurden söhne der sonne
und götter genannt,
auch kinder des himmels
in manchem land.

man sprach von asgart, olymp
und dem dach der welt,
dem reich der mitte,
dem himmelszelt
sie trugen das wort,
doch sie waren zu schwach,
worauf das wort
in zwei teile zerbrach.

weiße und schwarze magie
es von nun an gab
die kraft des wortes
sank so herab.
so kam es zur erde
und mit ihm die welt
die gotteskinder
aus dem himmelszelt.

noch immer hatten sie
die macht auf der erde,
das wort magie, das große wort
– WERDE !
doch auch hier
mißbrauchten sie ihre macht
und haben sich so
um das paradies gebracht.

so wurden aus göttern
die menschen geboren
und bald hatten sie auch
die magie verloren.
mit ihren machtansprüchen
in dieser welt
haben sie die erde
zum fegefeuer bestellt .

ihre macht auch bald
zur gewalt degenerierte
und da gewalt sich auch heute
noch immer ausbreitet,
der mensch sich die erde
zur hölle bereitet.

© Chr.v.M.

Die zehn Gebote.

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Die zehn Gebote

I ch bin der Herr euer Gott
so klang es grollend vom Berge
aus weißer und blitzender Wolke
keiner von euch sei des Anderen Scherge
bestimmte der Herr seinem Volke

Drauf sah jeder
das erste Gebot
mit glühendem Finger in den Stein getrieben:
Ihr sollt keine anderen Götter neben mir haben
stand dort sichtbar für alle
und für die Ewigkeit festgeschrieben

Die Glut schmolz weiter in den Fels Zeichen und Runen
als zweites Gebot
Ihr sollt meinen Namen nicht entehren
ich werd’ euch nicht das Lügen
das Fluchen und Trügen verwehren
das braucht ihr als schwaches Menschengetier
doch meinen Namen den haltet gefälligst da ’raus
sonst werd’ ich euch strafen
mit Donnergebraus

Der Finger schrieb ohne Halt
mit krachen und zischen
das dritte Gebot
Gedenket, daß ihr den Sabbat heiligt
drum laßt euch am siebenten Tage der Woche
nicht von mir bei der Arbeit erwischen

Ohne Pause erschien schon
das vierte Gebot
Ihr sollt eure Mütter und Väter ehren
und das – betrachtet dies als eine Warnung
gilt sowohl in der Freude wie auch in der Not

Das fünfte Gebot
Ihr sollt nicht und niemals töten
erschien als tiefes feuriges Mal
wer es dennoch tut – außer in eigenen Nöten
der wird enden in endloser Qual

Ihr sollt eine Ehe nicht brechen
so lautet
das sechstes Gebot
doch es ist nur ein Bruch
wenn man von mehr noch kann sprechen
als von gemeinsam gegessenem Brot

Das siebte Gebot
Ihr sollt nicht stehlen
brach sich zitternd in das Gestein
und außerdem – und das merkt euch gut
sollt ihr meine andern Geschöpfe nicht quälen
auch wenn sie euch unwichtig scheinen und klein
denn wenn ihr es macht komm’ ich gehörig in Wut

Es erschien auf der steinernen Tafel
das achte Gebot
Ich verbiet’ euch falsch Zeugnis wider euren Nächsten und Jedermann
drum hütet die Zunge zu eurem Besten
sonst krieg ich euch sicher irgendwann ran

Ihr sollt nicht begehren des Nächsten Weib
war dann als vorletzt’
das neunte Gebot
gerichtet an alles was Mann ist vom Leib
und wenn ihr’s versucht dann sehe ich rot

Das flackernd und springend erlöschende Feuer
schrieb noch
das zehnte Gebot:
Ihr sollt nicht begehren eures Nächsten Hab und auch Gut
denn ich werde zum strafenden Ungeheuer
für jeden von euch der es trotzdem tut

© ee

Der Glaube.

Ich glaube an Gott den Allmächtigen
den Schöpfer des Himmels und der Erde
so hört man es sagen in vielen Kulturen
von Männern die vorgeben zu wandeln

auf des gekreuzigten Gottessohn Spuren
sie reden daß jedem vergeben werde
wenn er sich nur seiner Sünden bekennt
und reuig verspricht menschlich zu handeln

doch kaum daß die Sünder es ausgesprochen
und haben Vergebung erhalten
haben sie schon wieder Gebote gebrochen
und so bleibt es alles beim alten

man mästet weiter das goldene Kalb
poliert weiter seine glänzenden Schätze
man hat ja gebeichtet und gerade deshalb
stellt man erneut seine Netze

um Beute zu machen die man nicht braucht
um Dinge zu horten die man nicht benötigt
um Konflikte zu pflegen die schon lange verraucht
um Menschen zu knechten die nicht ehrerbötig

und alles passiert nur dem Himmel zur Freude
und alles geschieht nur weil man ja glaubt
daß man wertvolles Gut vergeude
wenn man dem Armen

nicht auch noch das letzte
Hemd raubt

© ee

ein weiteres Buch das ich Euch Heute empfehlen möchte :

Blumen zwischen den Steinen: Lyrik in vielen Gewändern.

Produkt -Kurzbeschreibung :  „Blumen zwischen den Steinen“

Die Gedichte von Ewald Eden, der mit einigen seiner Werke auch in der Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts zu finden ist, sind eine Reflexion des Lebens. Ehrlich, humorvoll, nachdenklich, fordernd und offen spielt er mit Worten und beherrscht die Kunst des Schreibens. Dank seines Weltenhungers erleben Sie in dem Buch „Blumen zwischen den Steinen“ nahezu alle Stationen des Lebens, die er mit einem Augenzwinkern in über hundertfünfzig Gedichten niederschrieb.

Ob „der Egoist“, die Zeit in der Zeit“, „Seelenplatz“, „des Weibes Kraft“ oder „Wilhelm Gustloff“, die Gedichte von Ewald Eden erhellen den Geist, beflügeln die Seele und entlocken ein Schmunzeln. Aber auch „das vergessene Land“, „Abendfrieden“ oder die „Macht der Liebe“, die ja bekanntlich zu allem fähig ist, und viele andere mehr, werden Ihnen genüssliche Stunden bereiten. Erleben Sie Lyrik in vielen Gewändern.

Der in Wilhelmshaven lebende Schriftsteller veröffentlichte unter anderem auch:

In der Sonne frieren (Erinnerungen eines Kindes)
Nebelzeit
Nordwehen (ein Inselsommer)
Der Weg nach Hause
(un)faire Lösungen (ein Kriminalroman)
För Liev & Seel (leckere, ostfriesische Rezepte, gewürzt mit kleinen Geschichten)
Die Reise ins Zuckerhutland (für Kinder)

„Blumen zwischen den Steinen“

Taschenbuch : 6.90 Euro

oder  als Kindle Edition :  für 3,36 Euro

ein Lesegenuß der Extraklasse !   Mit Worten ZAUBERN  er kann es  .

Danke dafür Herr Ewald Eden.

Die heilige Taufe.

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Die heilige Taufe.

G ehet hin in alle Welt, lehret alle Völker
und taufet sie
im Namen des Vaters, des Sohnes
und des heiligen Geistes.

Mit diesen Worten der Schrift im Kopfe,
sind sie dann in die Ferne gezogen.
Sie packten jeden, der da war, beim Schopfe
und haben ihm dann seine Seele verbogen

Wer da glaubet und getauft wird,
der wird selig werden;
wer aber nicht glaubet,
der wird verdammet werden.

So pflanzten sie Angst in der Anderen Herzen,
sie schwärzten das Bild der göttlichen Güte.
Beleuchteten es mit goldenen Kerzen
und zwangen dann jeden,daß er es behüte.

Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt
und Erneuerung des heiligen Geistes,
welchen er ausgegossen hat über uns
und reichlich durch Jesum Christum, unseren Heiland,

auf das wir durch desselben Gnade gerecht
und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.
Als Paulus so zu Titus gesprochen,
da war das Wasser der Erden noch herrlich und klar.

Es war noch der Schöpfung Zierde –
er hatte noch nichts von den Giften gerochen,
die alles verseuchen auf vieltausend Jahr –
er wußte noch nichts von der Industriellen Begierde.

Wir sind samt Christo durch die Taufe begraben in den Tod,
auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket
durch die Herrlichkeit des Vaters,
also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.

So sprach Paulus zu den Römern im sechsten Kapitel,
als Apostel des Herrn auf seiner Reise.
Er pries Wasser noch als ein wunderbar Mittel,
um zum Glauben zu kommen auf irdene Weise.

Doch die auf ihn folgten, die folgten ihm nicht
Sie verdarben das Wasser, verdarben das Licht.
Sie nutzten das Sein des blauen Planeten,
um alles verderbenden Fortschritt zu kneten.

© ee

dein Lebensbaum.

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dein Lebensbaum.

S chnell wie ein Vogel und leicht wie ein Engel
durcheilst Du Deinen Lebensraum –
umfliegst des Alltags Rumgequengel
und suchst nach Deinem Lebensbaum.

Mag manche Streck’ auch Wüste sein,
oder des Meeres endlos Weite –
irgendwo scheint immer ein Lichtlein fein,
zu dem Dich das Schicksal geleite.

Hast Du dann Deinen Baum gefunden,
besetze den Ast der für Dich reserviert –
gar bald fühlst du Dich eingebunden,
ganz gleich was in der Welt auch passiert

© ee

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Nachgedacht.

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Nachgedacht.

D ie Mär vom Glück das nur den Tüchtigen trifft
versenke tief in Lebens Schächte
denn Tüchtigkeit allein
erfreut die dunklen, schlimmen Mächte

Demut ist das Zauberwort
Demut vor der Schöpfung Gnade
damit erreichst du jeden Ort
ohn’ Umweg und Charaktergrade.

© ee

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.foto dank https://pixabay.com/de/