Wechselzeiten.

wenn der nebel sinkt
tief in die wälder
und das grau
die stämme umschlingt

drängt sich kalt
über weite felder
uns der herbst
der sein totenlied singt

wehen töne
durch leere bäume
glitzern winterlich
weiße träume

legt sich raunen
über das land
und ein staunen
durch gottes hand

wenn schnee schmilzt
das eis bricht
neu grün sich zeigt
im erwachen

dein gesicht erhellt
mir ein lachen
blütenreich im erschaffen
monatswechsel – zauberlicht

klingt hoffnunsfroh neu uns
dein frühlingsgedicht.

© Chr.v.M.

gefolgt…

I ch komme direkt aus dem Regen
klatschnaß bis unter die Haut
die Sonne erscheint mir als Segen
hab’ mich seit Stunden nicht zu bewegen getraut

überall sah ich nur grinsende Götter
jedes Blatt wurd’ zur Fratze im rinnenden Naß
von überall hört’ ich nur hämische Spötter
wie waidwunder Katze fauchender Haß

von überall tropft’ es und überall klopft’ es
jede Bewegung wurd’ quälend zur Qual
ich meinte zu spüren unerhörtes
stechendes brennendes feuriges Mal

doch es war nur die Angst vor dem Unbekannten
vor dem fremden Gebaren freier Natur
nachdem mir Freunde die Dinge benannten
folgte ich gern der verwilderten Spur

so fand ich die Wahrheit im gleißenden Licht
fernab von der Kunstwelt Gedränge
hier werde ich bleiben bis das Leben mir bricht
ganz ohne künstliche Zwänge

©ee

Bild von Jaesung An auf Pixabay

ich hatte ihn gesehen …

I ch hab den Frühling fortgeh’n sehen
gar matt hing er an Busch und Baum
vom Sommer verscheucht im Vorübergehen
als sei er nur ein schöner Traum

ein schöner Traum aus zarten Bildern
die einer Seele Nahrung geben
die sie hindern am verwildern
und sie stärken für das Leben

ich bin dem Frühling nachgelaufen
wollt’ ihn bitten noch zu bleiben
leider mußt’ ich kurz verschnaufen
und sah ihn danach schon zu weit treiben

gar traurig bin ich umgekehrt
jedoch gewiß der Wiederkehr
und freue mich ganz unbeschwert
auf nächsten Frühlings Blütenmeer

© ee

Oktoberkühl.

Es drängt der Wind
Oktoberregen
unter die Bäume
jetzt Schauer legen

und Blätter fallen
bunt das Spiel
das mir mit Sonnenschein
gefiel

versteckt die Shorts
die kurzen Röcke
Spätsommer hinkt
auf dieser Strecke

Die Wintersaat
träumt schon von Schnee
die Wiesenheizung
jetzt, passé

Die Hoffnung hat
nun auch Bedenken
das Nasskalt wird mir
Schnupfen schenken

Die Lust verlagert sich
ins Haus
die Sommertage sie sind
aus.

Wie lange wird es
Winter sein
ich denk `ich bring
das Holz mal rein…..

© Chr.v.M.