Der Bumerang des Hochmuts …

Der Bumerang des Hochmuts …

Wir werden geschlagen mit eigenen Waffen,
die ein Kind schon kann tragen, den Tod im Visier –
wir haben das eigen‘ Verderben geschaffen,
weil wir alles geliefert aus Machtsucht und Gier.

Der Wind, der gesät in den Elfenbeintürmen,
kehrt zu uns zurück mit erschrecklicher Kraft,
als Bumerang aus tödlichen Stürmen,
der jeden Widerstand mühelos schafft.

Wir haben uns bedient im Lauf der Geschichte,
an allem was anderen heilig war –
wir haben gemordet, geplündert vor Gottes Gesichte,
genossen das alles als wunder und bar.

Wir haben uns betrachtet als Herren der Welt,
die Peitsche geschwungen über die niederen Wesen –
und weil im Besitz wir von Reichtum und Geld
dünkten wir uns als handverlesen.

Dies‘ Denken ziert nur noch als blätternder Lack
des treibenden Staates einst glänzend‘ Karossen –
und mit der Benennung der Warner als Pack
hat man sich selber ins Knie gar geschossen …

©ee

ewaldeden2015-11-17

Ein Zeitsprung ins Heute …

Den Text schrieb ich in 2017 am 11. November. Ich wurde von von den verschiedensten Seiten in den darauf folgenden Tagen von etlichen schreibenden Medienvertretern ziemlich rüde angegangen. Der Haupttenor gipfelte meist in der Feststellung, dass ich wohl nicht ganz gar sei – und DAS war noch geschmeichelt. Ich habe es von den breiten Schultern meiner Seele einfach abperlen lassen – einfach abgewaschen wie eine klebrige Masse.


Als ich Nachmittags dann die Verkündung der Ergebnisse der gemeinsamen Telefonkonferenz der Regierungschefs der Bundesländer und der Vertreter der Bundesregierung als eine einzig „große Beweihräucherungszeremonie“ verfolgte, fiel mir spontan wieder der Bumerang des Hochmuts ein.
Es präsentierte sich vor aller Welts Augen eine Kanzlerin, der man die Kapitulation vor den Abläufen und Erfordernissen ansah. Mir drängte sich der Vergleich mit einem mit heisser Luft gefülltem Ballon auf, aus dem durch ständige Nadelstiche der ihr bis dato scheinbar treu ergebenenen und nachplappernden Gefolgschaft bereits ein erklecklicher Teil der ihn füllenden Luft entwichen war.
Bei ihrem von unzähligen Ää … und Ems … unterbrochenen Wortaneinanderreihungen konnte der Hörende von flüssigem druckfertigem Redefluß absolut nichts mehr finden.
Der ihr folgende Strauß‘sche Ziehenkel und Bayrische Landesvater brillierte hervorragend mit seinem von Stolpersteinen und Kunstpausen unbelastetem und dennoch nichtsagendem Redefluß.
Er hat viel palavert und im Grunde NICHTS gesagt – ausser, dass für jederman mit der Materie nur ein wenig vertrauten Zuschauern ganz klar erkenntlich war, dass der bayrische Kronprinz, als einer unter etlichen Mitbewerbern um die Macht-Nachfolge auf dem Thronsessel der alternden und schwächelnden Regentin das Zepter aus den Händen gewunden hat.©ee

ewaldeden-2020-05-08

Ein Tropfen Wahrheit
kullert am Bildschirn entlang.
Nachdenklichkeiten.

© Chr.v.M.

Sprache

Sprache sollt’ melodisch sein –
ein Auf und Ab, ein Ringelreih’n.

Sprache sollt’ vom „Warm“ getragen
mit jedem Wort ein „Fühlen“ wagen.

Sprache sollt’ das Gestern wahren –
auch noch in vielen Morgenjahren.

Sprache ist ein edler Schatz –
bewahre sie an sich’rem Platz,
auf, dass sie noch in Zukunftszeiten
dich sicher wird durchs Leben leiten.

©ee

Bild von Erika Varga auf Pixabay

https://www.youtube.com/results?search_query=%23estas_tonne
thank you …

Eine Vision …

Eine Vision …

oder des Teufels lange Nase

Ob da wohl noch jemand ist auf dem Globus der so recht begreift was da weltenweit zur Stunde abgeht mit Corona und so?

Ich muß es eingestehen – ich mit mit meinem kleinen Denkapparat begreife es nicht – nicht von vorn und nicht von hinten.

Förmlich im Minutentakt erscheinen auf allen Kanälen der häuslichen Fernsehgeräte, der Smartphones und der sonstigen technischen Errungenschaften neue, andere und bis zu dem Moment ihres Auftauchen den Menschen im Lande bisher unbekannte Gestalten, um irgendwelche Vermutungen ihrerseits oder noch häufiger Ihr fundiertes Nichtwissen in die Welt zu schnauben und zu pusten.

Mein Großvater hatte zu seiner Zeit bereits erkannt, dass diejenigen, die über uns in den Regierungen und Institutionen in der Regel mit Klauen und Zähnen ihre Positionen verteidigen, irgend welche Erforder- bwz. Geschehnisse den einfachen Menschen plausibel zu erklären nicht imstande sind, dass sie es entweder nicht wollen, nicht können oder, dass sie es auf irgendjemandes Weisung hin, gar nicht dürfen.

Um das alles zu kaschieren jagen sie dann einfach „de griese Katt, wie Opa es benannte – schwadenweise Nebel übers Land, so dass die Bürger nichts mehr wahrnehmen, nichts mehr sehen können.

Die oftmals selbsternannten oder auch sogenannten „Experten“ die plötzlich und fast überfallartig aus dem Schlagschatten der Reihen der Großkopfigen auftauchen schwadronieren dann  in der Regel eine Menge Worte und Sätze in das gleißende Licht der Studiolampen, aber wirklich etwas erklären tun sie auch nicht.

Manchmal denke ich, was wohl wäre wenn ich in der Frühe vom Schlafe erwachen würde, und es wäre wieder so wie es vor Corona war … und aus irgendeiner dunklen Ecke würde uns der Teufel mit einem Grinsen zwischen den Hörnern eine lange Nase drehen … und offenbaren dass er alles nur inszeniert hätte um uns in Angst und Schrecken zu versetzen, um uns zu zeigen dass er noch da wäre …

©ee

ewaldeden2020-03-16

Eden meent …

Ov dor woll noch well is up de Eer, de so recht begript wat dor weltenwiet up Stünns ovgeit mit Corona ov so? Ikk mit mien lütten Brägen mutt mi ingestoahn – ikk begriep dat nich – nich van vörn un ok nich van achtern. Aal Minüt düken in de Billerkist van Tellewischen neeä, anner bit to de Momang de Minschen in d‘ Land unbekennte Gesichten up üm wat van Vermoden ov bäter van hör Nichweeten in de Gägend to schnuven un to pusten.

Mien Opa sää all jümmers dat de, de boaven us in d‘ Regeern un Institutschonen hukeln, irgendeen Belangen de eenfach Minschen in d‘ Land nich verkloaren köänt, ov ok woll nich willt ov villicht ok nich dürsen, denn joagen see eenfach de griese Katt dör de Gägend, un de Lüü köänt tomoal niks mehr kieken.

De „Fachlüü“ de dor tomoal ut de Schka van de Riech van Grodkoppigen updüken röädeln tomeist een heel büld Worden in de Lücht van de Studioluchten, oaber verkloaren doon see ok rein ganniks.

Mennichmoal denk ikk so bi mi, wat woll is, wenneer ikk mörgen froo upwoak un allens is wedder su as dat oahn Corona west is – un ut irgendeen Hörn dreit us denn een Düvel mit Hörns een langen Nöäs … un verkloart us dat he us doch blods ähm düchdich in d‘ Trillern joagen wullt har üm to wiesen dat he noch dor is …©ee

ewaldeden2020-03-15

Wegsehen…

Wegsehen.

Die Sonne den nasskalten Morgen schleiert
von blattlosen Zweigen tröpfelt der Tau
hoch vom Kirchturm ein Glöcklein beiert
die Strasse lang hastet gebeugt eine Frau

die Haare gebunden – den Kopf hüllt ein Tuch
sie verhält ihren Schritt
sie bückt sich – sie scheint was gefunden
ein Schrei teilt die Stille


es fliegt was weit fort

sie verliert ihre Brille
und flieht diesen schrecklichen Ort
in den Staub des Weges war etwas gebunden
das ihrem verschleppten Manne gehört

man hat ihn gefoltert
man hat ihn geschunden
man hat ihre beiden Seelen zerstört
und alle haben sie zugesehen

die Nachbarn die Freunde
das schweigende Dorf

sie alle ließen das Unrecht geschehen
haben das Unterst’ nach oben gekehrt

© ee

Macht mit Würde.

Das Geschwafel
von der Macht der Würde
macht große Redner geistesklein
sie scheinen alle ihrer Bürde
nirgendwo gerecht zu sein

Würde ist Bestand des Lebens
ohn’ sie ist alles Werden nichts
sucht Mensch sie oft
auch oft vergebens
so ist sie doch ein Teil des Lichts

Macht mit Würde auszuüben
sollt’ das Tun der Mächte prägen
anstatt mit dummen Worteshieben
die Würde schamlos flachzulegen
.

©ee

Ein Tag am Deich.

https://pixabay.com/de/

Ein Tag am Deich.

S tille liegt über dem gleißenden Strand,
die Sonne steht flammend und gelb im Zenit –
vergehende Zeichen am Flutsaum im Sand –
von Bord eines Seglers klingt leise ein Lied.

Möven hocken auf Pfählen und dösen,
ein Seehund sonnt sich im schimmernden Watt –
Ketten scheppern in rostigen Ösen –
ab und zu weht ein Wort durch die Luft
in friesischem Platt.

Im Hafenschlick liegen – wie gestrandete Wale –
ein Kutter aus Borkum und zwei aus Südarle,
die Ebbe hat ihnen die Ruhe beschert,
sie verhökern Granat – vor Stunden gefangen
und von allen begehrt.

Vorm Krug, unter der uralten windschiefen Linde,
da hocken vier Alte bei Köhm und bei Bier –
einer von ihnen läßt krachend zwei Winde,
darüber erschrocken, und in seiner Ruhe gestört,
kläfft schläfrig des Wirtes Hundegetier.

Nach einmal prusten und freizügig schneuzen
ist schnell wieder Ruh’ eingekehrt –
so schlendert der Sonntag geruhlich vorüber,
er springt hin und wieder
wie Kinder beim Spiel,
räkelt sich faul in seinem sommerlich’ Mieder
und wartet gelassen auf sein abendlich’ Ziel

© ewaldeden

Grööndönnerdach . . .

Gründonnerstag …

Grööndönnerdach . . .

F ull mi doch annerletzt wäär so ’n Spröäk in d‘ Hand – een Fründin, de ok een büld to Paper brengt – hett dat in mi antikkert. Grööndönnerdach – still Freedach – husenbusen Soaterdach – hikkenbikken Sönndach – eiertrüllern Moandach. So as dat vandoach goaelk is, un an d‘ Olljoahrsoabend all Osterkroams in d’ Geschäften to sehn is – dat kennden wi as Kinners nich.

Winachen wee noch an Winachen – Ostern wee noch an Ostern – un dortüschen wee Winterstied – dat wee de heel normoale Olldach.

För us wee dat dübbeld moi – in d‘ Kaarkenbööker steit för Ostern woll wat anners schräven – man för us wee Ostertied Eiertied.

Ok wenn dat in mennich Huushollen mit de Äteree noch wat schroar utseech – Ostern kunnen wi us Panspien anfräten – Panspien van toveel haartkoakt Eier. De een wat mehr – de anner wat minner.

Dat har liekers nich so veel dormit to doon woveel Eier Moder un Voader tohoop brocht harn – nä, nä – dat leech mehr doran, wo figelinsch wi sülven weesen. Ostersönndach mussen wi de Eier söken. Bi kladderich Wäär wee dat nich so stuur – denn ween de Eier irgendwons in d‘ Huus verstoaken. Well denn nu nich nettemang in een Bismarcksches Schlött woahn, kunn de joa licht utfinnich moaken.

Oaber drööch Lücht un Vöörjoarsröäk in d‘ Tuun – denn wee dat foaker een heel stuur Beginnen. De Ollen wussen woll, woveel Eier see faarft un verdeelt harn – vöörkoamen is oaber nich blods eenmoal, dat see sülvst nich mehr in d‘ Kopp harn, an wekker Stään. As ikk all sächt hevv – ok wenn wi moal dat een ov anner Ei nich funnen hevvt – Panspien is dor liekers bi rutkoamen. Denn Moandachs gung dat an d‘ Eiertrüllern un Eiertikkern. Eiertikkern – dat heet, de haartkoakt Eier mit de Spitz tägenanner tikkern. Well sien Ei denn toeers tweigung, de muß dat ovgäven. Har man dat kloarbrocht in Huus een Steenei to stibitzen – un dat ok noch faarft krägen har – man – dat wee so, as wenn du vandoach föör lütt minn Doalers een Wertpapier köffst, un dat is mörgen teinmoal soveel wert. De meisten van de Noaberskinner de wussen woll, dat wi hör beschieten wullen mit us Steeneier – oaber bi bi de Jüngern un bi Neeinstiegers dor hett dat denn noch henhauen. Ikk kann mi nu nich bi jeder enkelte ut de Tied mit Handschlach entschüldigen – oaber särgen much ikk an disse Stää doch moal: Wat wi as Kinners so up de Padd brocht hemmen, dat wee nich blods good. Un well dat nich ut sien Kopp strääken hett – de faalt in d’ öller Kinnerdummtüüchs verstoahn ‘n een büld lichter – glööv ikk tominnst.

©ee 

Foto auf https://pixabay.com/de/

Dieser Beitrag auch auf der Seite Schrievhuus hier im Worthaus

https://christinvonmargenburg.wordpress.com/schrievhuus/

warum nicht auch einmal hier etwas in PLATT

Haartpukkern – Herzklopfen ….

.

 

Haartpukkern…

Wi danzten blods een Sömmer lang …

Mit stief Kneen, van de twee Stünns sitten hier boaben up de Düünenkant, koam ikk to Been – dat word Tied, mi up d’ Padd in d’ Staddje to moaken. Mien Boantji in een groodet Hotel luurt up mi.
Tweehunnerdveertich schmachtich Gasten bruken wat to futtern, dat see wäär wat up d’ Liev kriicht.
Dör dat sinneeren över diese Minschen hör Lääven tüschen Krooch un Verhoalen hevv ikk doch verrafftich de verkeerde Wäch inschloan.
Na, liekers – de hunnerd Trää wiider, de Tied rekkt noch dääch.
Mit irgendeen Denken in d’ Kopp togaang klabaster ikk an dat ole Seeteeken boaben up de Kapdüün vöörbi. Ikk bün all hoast an de anner Kant, dor weiht saacht een frünnelked “Heee” achter mi an – hoalt mi in un hollt mi fast.
Ikk hevv mang mien Drömeree gannich spitzkräägen, dat up de Steenen ünner dat Teeken well seet.
Ikk scheet rein tosoamen, as de Luuden mien Oohr’n tofoat kriigen – drei mi üm, un düük in een annern Welt.
Ikk seech een Deernsgesicht vöör mi un hevv tomoal een heelen Tuun vull Bottervöägels in mien Buuk an schwääwen.
Ikk much … näää, ikk muß eelich wat an hör särgen, doch ikk kriech keen Word rut. In mien Halsgatt sitt een Hüdel, woll so groot as de Moand an d’ Hääven.
Dat Wichtje vöör mi dücht mi as een Engel – so as see van de Steenen upsteit un twee Trää nörder kummt.
Wi stoaht us as in Steen hauen täägenover, wi köänt us beid nich röör’n – blods us Oogen köänt wi nich bi us holl’n. De loopen inanneröver, so as de Sünn nett achter de Häävenskant in d’ Woater düükt. Dat Maidji hör Oogen sünd deep un rein as een Woaterpool in de Bargen, un lüchten so waarm as Bernsteen. Ikk meen mien Haartpukkern hörn to köänen – dat schleit mi bit boaben in d’ Hals un drifft mi een gleunigen Klöär ünner de Huut.
Wulaang wi dor as fastwussen stoahn, kann ikk nich särgen – mi dücht dat as een Läävenstied.
Fasten Grund ünner d’ Footen hevv ikk eers wäär tofoat, as wi vananner ovloaten. Ikk weet joa woll, dat ikk hier up de Eerdengrund bün – föör mi hett sükk oaber liekers jüüstääven de Häävensport updoan. Ikk glööv, mien Engel hett mi de Padd föört. Dat mutt so wääsen, denn Traudel – so heeten de sünnenwaarmen Oogen – is ok nich an de Stää, an de see eelich wääsen schull.
Wi schnakken beid niks – wi föölen blods un strieken us saacht tägensiedich över d’ Lääven.
De Bottervöägels in us willt sükk nich to Ruh setten – see fluttern un fluttern … un de eenzigen Wöär tüschen us an dissen Oabend sünd noa fasthollen un een langen heeten Sööten: “Bit mörgen Oabend”.
Wi bruken anners niks to särgen – wi weeten Beid, wi meenen de sülvige Tied un de sülvige Stää.

Wu köänt veeruntwintich Stünns blods so gräsich lang wääsen? Een tiedlang vöör de Tied striek ikk all üm de Kapdüün ümto. Ikk kann nich verwachten, to weeten to kriegen, ov ikk dat nich allens blods dröömt har.
Ikk hevv nich dröömt – mien Haartensblööm flücht up mi doahl as wenn wi tweirääten ween un nu wär eens sünd.
An dissen Oabend hört de Welt us alleen, un ikk kriech dat eerste Moal to weeten wat Lääven anstööten kann. Wi holln us tägensiedich fast, wenn wi in de Leevde indüüken – jümmer un jümmer wäär.

Wiet noa Middennacht sücht de Nacht us in d’ Sand bi d’ Füürtoorn lirgen – boaben us dreit sükk de Füürkring in de Kapp.
Dat eerst Moal in mien Lääven spöär ikk keen Baang – keen Baang irgendwell irgendwat nicht rechtdoan to hemm’n.
Wi lirgen Huut an Huut – in de Halsbucht fööl ik dat weeke Hoar – so as mi dat rüüken in d’ Nöäs killert, is dat nich van disse Welt. In d’ Paradies kann dat nich moier rüüken. Ikk fööl mi as wenn ikk up een lange Reis goahn bün.
Een Häävenssömmer har sien Loop dör de Tied anträden.
Aal dat, wat dat Lääven vöördem mit us moakt har, dat wee vergääten – wee eenfach noa ünnern szakkt.
Wi hullen us gägensiedich boaben dat Woater in dat de een oahn de anner ovdrunken wee. Jedeneen üm us to kunn oahn hentokieken sehn, wat mit us geböör. Wi harn dat künnichmoaken van us Glükk am leevsten wiet in de Welt fleegen loaten – in allermanns Oohrn. Doch dat gung nich – wäägen us Öllern. Traude gehörde hör Voader to as sien Eegendom, un ikk, ikk hör mien Moder to as hör Eegendom. So muß dat Weeten dorüm in us lüütji Welt up d’ Eiland blieven, un dor mit us dör de Tied goahn.
Tomoal wee denn een groodet Lokk in mien Olldach – mien Engel wee wäch. Hör Voader har wat van us Glükk spitzkräägen un sien Dochter noa Huus hoalt. Irgendeen up d’ Eiland wee us us Glükk nich günnen.
Dör dat Lokk wee ikk oaber flink dör, as Traudel mi schreev, wi kriegen wat Lütts. Ton tweeden Moal in dissen Sömmer, de nu all in gülden Klöären dör de Doagen leep, har ikk de Buuk vull Bottervöägels un Haartpukkern bit achter mien Oohrn.
As de Haarst dat Regiment up d’ Eiland in siene Füüsten nääm, mook ikk mi mit dit Haartpukkern un vull Freud up miene Leevste un dat neeä Lääven in hör Liev, up de Padd noa hör Tohuus.
To sehn kräägen hevv ikk miene Leevde nich mehr – oaber to weeten kräägen hevv ikk van hör Voader, dat he mit mien Moder tosoamen dorföör sörcht har, dat dat neeä Lääven in sien Dochter keen neeäd Lääven mehr wee.
Mien Haartpukkern wee woll noch dor – noch foster as vöördem – doch dat wee blods noch dat Haartpukkern van een tweibroaken Haart.© ee

 

Sternstünnens …

 

Sternstünnens …

 

Up de Welt koamen bün ikk to een Tied, as dat in Düütschland noch man bannich düster wee. Twee Doach vöör Hillichoabend nägenteinhunnerdveerunveertich. Kaiserschnää bi mien Moder – ikk schier, glatt un oahn Runzeln – man även nich so verknüstert as Minschen sünd, wenn see sükk up normoalen Padd an d’ Lucht van de Welt quälen mooten.
As wull de leev Gott dat noch besünners rut stellen, har he mi ok noch laang schwaart Hoar mitgääven.
Dat geböör in een heel dunkeln Tied ähm vöör Winachen. In een katolsch Süükenhuus mirden in dat evangeelsch Noorddüütschland. In dit Krankenhuus geev dat blossich Ordenssüstern. Disse Nonnen, de man vandoach so geern as schwaart beteekend, dat ween domoals – in de noare Tied – helle Luchtgestalten.
Witte Engels kann man ok woll särgen. See hevvt Hillichoabend veerunveertich versöcht, de süüken, de Verwundeten un de Hoapnungslosen in dat groote Elend een bäten Globen wäär to gääven.
See sünd in de hillige Nacht bi Sirenengehuul un Fleegeralaarm mit de hollten Krüpp ut de Winachsgeschicht van Schloapstää to Schloapstää trukken.
Üm de Minschen to trösten.
See wullen de Kriech een bäten vergäten moaken.

Um dat Wunner van Winachen een Gesicht to gääven, hevvt see mi in de Krüpp lächt. Ikk schall so blied utkäken hemm’n, dat de meesten Patschenten säker een spierke Freud mit noa Winachen rinnoahmen hevvt.
Een lütten Sett loater wee de Höäl van dat duusendjöärich Riek to Ennen.
De Minschen mussen ut dat deepe Lokk, in dat see seeten, wär rut kruupen. Sükk wäär up de Böähn hochtillen, wor aal Minschen tohop läävten.

Alleen mien Voader – de wull nich mehr krupen.
He wee mit TBC ut d’ Kriech koamen – is dor tweeunfüfftich denn ok an dodblääven.

So muß Moder alleen sörgen, kruupen un kraben – dat wi hoch keemen.
Ikk as lütten Hüdel wee överall mit bi. Wenn ikk vandoach dor so bi langskiek – an de Joahren in de de Tied sinnich so een bäten hellerder wur – weet ikk, dat mi mennichmoal sowat tofallen is, as de Minschen veerunveertich in dat Bunkerkrankenhuus.
Ikk kann an disse Momanken mi besinnen as wenn see güstern ween.
So, wenn wi de heele Dach in Oostfreesland ünnerwäägens ween. Mit Moders oal Rad – see seet up d’ Soadel to poasen un ikk hukel in d’ Körf vörn vöör d’ Stüür. Bi Wind un Wäär ween wi up Tuur..
Up de Hentuur noa Oostfreesland krüdel Moder över Jewer. Bi Koopmann Gembler in Moorwarfen wur de eerste Tee un Schlukk ovlävert.
Wat Moder dorför kreech, dat weet ikk nich mehr – oaber wat ikk kreech, dat spöör ikk vandoach noch in d’ Kusen.
Tweemoal in d’ Wääk Boischies to kriegen – all mörgens een grooten Spitztut vull – dat vergätt man sien Läävdach nich mehr.
Överall wor wi in Oostfreesland henkeemen – un dat ween een büld Hüüs kann ikk jo särgen – full een bäten wat för mi ov.
Man kunn mi dat domoals all ansehn – ikk har van lütt ov an een richtigen runn’n Spekkbuuk. Wat Wunner oaber ok.

Bi Tant Leni in Bernuthsfeld düür dat Verhoalen meest Tied een bäten langer. Äten un Drinken stunn all up d’ Toafel proat wenn wi keemen. Liekers, wat för een Tied dat wee.
Unkel Gustav sörch dorför, dat ikk ok genooch van de beste Wurst un Schinken kreech.
Van sien Olldachsboantje her wee he nämich Schlachter – wenn he mi van wieden seech, denn lüchten all sien Oogen.
Tant Leni hett moal sächt: Wenn Gustoav di sücht, hööcht hüm dat mehr, as wenn he een moi Schlachtschwien ankikkt.
Dat wee all een ganz besünnern Tied – domoals.

Eenzich bi mien Oma – dor geev dat nix. För mi ich, un för aal de annern Kindskinner ok nich. Oma Chrischoans wee eenfak grannich.
De wee so grannich – de is bi een vullen Spieskoamer un mit tweedusend Doalers ünner d’ Koppküssen verschmacht. See wull ok nümms bi sükk hemmen – aal de bi hör in d’ Huus keemen, wulln hör blossich beklaun.
Oma wee de groote Utnoahm.

Wor ikk anners ok henkeem – överall hevvt de Minschen mi wat bäters weeten loaten.
Bi Djuren to’n Bispill – in d’ Bernuthsfelder Hoff – stunn för mi all jümmers Brause up Tresen. Well hett as Kind in de Tied woll Brause krägen?
Foaken hett Moder mi ok een poar Stünnens bi Müllers – de harn hör buurnploatz an d’ Schossee noa Willmsfeld – loaten. See kunn woll oahn mi wat flinker dör d’ Moor koamen. För mi wee dat jedermoal ächt Pleesär.
Ikk drüss mit Peer un Woagen foahren, ikk kunn rieden un aal dat doon, wor ikk Lüst up har.
As Renko Müller sien Patzmann – sotosärgen. Renko wee nämich nich verhieroad – un Renko wee Kinnermaal.
Oal Tant Müller mook mi to d’ Teetied jümmers Kaukau – ‘Schokolade’ sää see vörnähm dorto. Vörnähm wee de Kaukau oaber ok – ut heel düster Kaukaupulver, mit Melk – noch waarm van d’ Koo, mit een büld Melis un boaben up een Schöät geelen Room. Ji köänt jo denken, dat mi dat hööcht hett – un hulpen hett dat ok.
Wenn mi dat vandoach dör de Kopp geit, denk ikk mennichmoal, dat wee so as wenn mi een Engel över d’ Haart strullt hett.
Bi Koopmann Juilfs stook mi de Mamsell jedsmoal stiikum sööte Kringels to – för ünnerwäägens. Upholln to kauen kunn ikk eers, wenn ikk de aal vertimmert har.

Noa elker Dach in Oostfreesland mussen wi joa oabends wäär noa Huus andoal. Över Tettens, Waddwarden un Hooksiel gung us Padd noa Oosten to.
Hooksiel muß Moder mitnähmen, wenn see in Oostfreesland hör Tee un Schlukk nich aal intuuscht har.
Bakker Ulfers up d’ Siel kreech de ‚Restbestände’ – dorför geev dat denn Bakkwoaren. Wenn ikk spitzkreech dat Hooksiel vöörut leech, har ikk tomoal een richtich heeten Mors – un kunn in mien Körf nich mehr still sitten.
Ji froacht noa de Grund? Dat will ikk jo särgen – de Grund dat wee een Ennen van een waarmen Krintstuut, de Bakker Ulfers – wi ween man neddegroad in d’ Dör – van een grooden Krinthstuutliev eenfak ovbrook un mi in d’ Füüsten geev.
Dat kunn noch so düster wääsen – un noch so een stävigen Stiem över d’ Land trekken – in disse Oogenblikk schien för mi de Süenn – un see seet woll mirden in Bakker Ulfers sien Haart.

Joa – dat hett een heel Büld Sternstünn’ns in mien lütji Lääven gääven. Ikk hevv dat – glööv ikk – son bäten as mien Weirook, Gold un Myrre ankäken, denn veerunveertich to Winachen kunn de hillich dree Keunichs joa nich up mi doal koamen.
De Sternschnupp – dat hellste Lucht – hevv ikk mirden de füfftiger Joahren to sehn krägen.
Dat wee mien Tied bi Hein Vieth.
Hein Vieth wee Melkbuur – mit Peer un Woagen de he van Huus to Huus Melk verkoopen. Een richtigen Koopmannsloaden har he ok bi us an de Ekk.
Tja – Hein Vieth dat wee dör Gotts Föögen de Schweegervoader van mien Süster Tilly wurden. Wat wee dat een Glükk för mi.

Moder gung joa nich mehr schwaarthanneln un hamstern – dat Geschäft wee in achunveertich – noa de Währungsreförm vöörbi.
See seet nu Dach för Dach in d’ Uniförmwaark an d’ Neimaschin – för de Tommisuldoaten in alle Welt Kleedoasch tosoamen gallern. Mien Voader wee dod blääven – mien Süsters un Broers all aalmitnanner ut d’ Huus – so wee ikk denn alleen.
Ikk wee een Schlöädelkind – dor geev dat bi us joa een Hüpen van.
Oabers rümstrieken, un nich weeten wat ikk mit de Tied moaken schull – dor hett mi de leev Gott för bewoahrt.
Ikk gung, wenn de School to Ennen wee – noa Hein Vieth in sien Klüterloaden to helpen. To doon geev dat dor stilkens wat för mi.
Wat in de Loaden verköfft wur, wee joa meist noch Sakkwoar. Well dat nich beläävt hett, kann sükk dat hoast nich vöörstellen.
In Tuten tomoaken bün ikk in disse Tied Weltmeister worden. Dat kann vandoach ok nümms mehr rejell.
In Unnerbarch ‚mundfertich’ moaken har ik ok een Schlach wäch. Dor muß ikk näämich middachs un oabends een lütji Kist van proat stellen.
Wenn Hein Vieth sükk tüschenin gau een näähmen muß, bruks he mit de lütji Buddels nich so laang mit rümtütern.
Unnerbarch schall man joa elker Dach twee van drinken – dit ‚twee van drinken’, dat hett he woll up sien eegen Oart utlächt.

Anmaarkt hett man hüm dat nie – blods sien Lääver, de hett dat woll aal upschrääven. As see hör Moat schiens vull har, hett see sükk eenfak ovstäelt.
Bi eenunzsäßtich is sien Läävensklokk denn stoan bläven.
Wat he in disse eenunzsäßtich Joahren doan hett, is villicht nich aal good wäst – man, wat he an mi un mien Moder an Goods doan hett – dorvöör sitt he nu wiers mit Mors in d’ Paradeis.
Elker Oabend muß ikk eers mitäten, bevöör Hein Vieth denn Fieroabend sää. Wat dor up de Disch keem – ikk hevv dat mennichmoal nich foaten kunnt.
De Minschen, mit de ikk dat in mien lüütji Lääven to doon har, de hevvt sowat wiers nich to sehn krägen.
Wenn ikk noa d’ Äten mit vullen Pans noa Huus hensteuster, wee ikk joa ok noch as son Äsel bepakkt van aal Sieden.
Mit allens wat Moder un ikk ton Lääven bruksen. Ikk hevv woll nie een Penning för mien Hülp in d’ Hand krägen – oaber de Naturalien moaken mehr ut as een Hopen Mannslüü domoals verdeent hevvt.
So hevv ikk in mien Kinnerjoahren Sterns to sehn krägen, de för anner Minschen gannich an d’ Hääven stunnen.©ee

ewaldeden