im warten.

Rot und prall gefüllt.
Einsam die erste Rose.
Der Wind weicht ihr aus.

© Chr.v.M.

to marvel.

to marvel.

Man geht sehr leise
Über Kopfsteinpflasterwege.
Man atmet tief das Grün
Unter den hohen Kiefernstämmen.

Man fängt die Leuchtzeichen auf Grasspitzen
die dankbar sich verneigen.
Man lehnt erstaunt
an alten Mauersteinen.

Man fühlt den Wind wie er vermischt
Vergangenheit und nahe Zukunft.
Man steht dazwischen staunend
im Jetzt und hoffnungsfroh.

© Chr.v.M.

Nachtküsse.

über dir
und mir
schweben wattebällchen
kuschelweich

zwischen dem strahlenden blau
des himmels pastellzart gehaucht
und hoch oben in den baumkronen
wippen schaumwolken.

lass uns eine fangen
ausruhen darauf
sanft deckt die sonne
uns dann zu

und wenn es dunkel wird
tupfen wir kleine sterne
an das himmelszelt
und du malst mir einen mond

mit deinem mund.

© Chr.v.M.

Wasserstrassen – Autobahnen.

Momente 6.11.2015

Waschküche auf Autobahnen.
Regenguß und langsam fahren.
Grauer Himmel, Wolkengüsse,
Petrus verschenkt tausend Küsse.

Scheibenwischer, blanke Seen,
Nebelgrau, plötzlich kein Sehen.
Warnblinkleuchte, Blitz und Donner,
Stau plus Zeitdruck, welch ein Kummer.

Trocken im Auto,
ist das nun Glück ?
Ich,trotz Stau,

fahr nicht zurück.

© Chr.v.M.

Empörung …

Alle Welt tut hochempört –

man kennt und nennt die Missetaten
mit denen man uns‘re Welt zerstört –
doch niemand nennt die Satansbraten
die solches doch erst möglich machten
durch Hungerlohn und Werkverträge
und so manches and‘re Schräge –

und sich dabei ins Fäustchen lachten.

Es waren hochdotierte Cliquen –
die öffneten der Hölle Tore,
nachdem sie sich dann fettgefressen
hinterliessen sie ‘ne eklig‘ Sore,
als ungebändigt Abfallhaufen

in dem wird letztlich Welt ersaufen.

Sie traten auf als Volk‘s Vertreter,
gar oft sogar als Vor und Beter,
die mit der Schöpfung einig sind
es war‘n jedoch nur Leisetreter
die Volkes Augen machten blind.

Von Anbetern des Kapitals
sollt man andres nicht erwarten,
so war es auch schon dunnemals
in des Schöpfers Wesensgarten
weil er nicht kriegte voll den Hals

markierte er den Superharten –

der Gerhard aus dem Lipperland,
der ganz schnell seine Jünger fand –
die ihm dann folgten Schritt auf Tritt
und machten jede Schandtat mit.©ee

ewaldeden2020-06-26


Guten Morgen .

D urch‘s rüschelnde Reit
des werdenden Tages
eilet mein Sehnen zu Dir …

das Werden es tänzelt,
es flüstert mir ‚ Wag es‘
und leg Dich fürs Leben

voll ins Geschirr …

es reicht uns die Hände –
ergreifen wir sie
fallende Wände werd‘n zur Melodie

frei sind die Wege –

von Blumen gesäumt
über Abgründ‘ führ‘n Stege
und zeigen das Leben

wie wie wir es erträumt …

©ee

Mondscheingärten

Mondscheingärten

plätschernde mondscheingärten

über sternenbestickter nacht
hängt aufgebläht der mandarinenmond
überreif zwischen lächelnden himmelsfalten.

im dunst der dunkelheit ein schweben
flüsternde stimmen luftleicht
getragen über tanzenden kanalwellen.

ein celloton dort im vibrieren
geballt in rosa schaumkronen
ertastet zwischen gefiltertem laternenlicht.

hier ist es uns
wie engelsingen
körperloser stimmen

dein zeh wippt nackt
den takt.

© Chr.v.M.