BILD Titelzeile.

„Die Alten leben auf Kosten der Jungen“ 

Experten warnen vor Rentenverrat …

Diese „Schlagzeile“ auf dem Titel von des Springer-Konzerns „Bild- oder auch Karrieren Rauf- und Runterzeitung, als die sie ein Mitarbeiter des Springer Verlages einmal benannt hat, ist es wert näher betrachtet zu werden.

Der Mitarbeiter in führender Position spielte damit auf bestimmte Politiker Höhenflüge an, die durch puschen in Springers Boulevard Blatt in die oberen Etagen ihrer Betätigungsfelder befördert worden seien, aber ebenso mit Raketentempo wieder in die Bedeutungslosigkeit befördert werden könnten.

DAS war von Anbeginn das Ziel der „10 Pfennig Bild“ (von Volkes Mund auch als ‚Revolverblatt‘ oder als ‚Klatschzeitung‘ für die unteren Bevölkerungsschichten „ klassifiziert) die in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Millionenauflage in die Printmedienwelt katapultiert wurde.

Jetzt hat man im Hause Springer – um von den Skandalen und Karambolagen auf der höchsten Konzernebene des Unternehmens abzulenken – die ganz große Keule ausgepackt um damit den Spaltkeil in den Klotz Generationen-Solidarität der Bevölkerung zu treiben.

Damit treiben die Hintertreiber ein brandgefährliches Spiel.

Obwohl ihnen klar sein müsste, dass es dadurch zwischen Jung und Alt zu den heftigsten Gegnerschaften kommen wird, die in absehbarem Zeitraum (und nicht erst irgendwann) mit Sicherheit auch auf den Straßen und Plätzen vor allem in den Ballungszentren ausgetragen werden wird.

Eine alte immer noch gültige Volksweisheit besagt doch, dass ein Krug nur solange zum Brunnen geht, bis er zerbricht.

Mögen viele alte und ältere Mitbürger sich aus Scham ob ihres Alters und ihrer oft damit einhergehenden Armut noch schämen und sich verstecken bzw. sich nur nach Anbruch der Dämmerung auf Pfandgutsammeln begeben.

Der Krug des Widerstandes füllt sich mit Schmerz und Wut. Auf beiden Seiten – wenn auch mit unterschiedlicher Motivation – angeheizt und befeuert von den Machern von Springers Revolverblatt.

Möge ein gnädiges Schicksal gepaart mit der Einsicht und Weitsicht verständiger Politiker uns vor einem solchen Schicksal bewahren.©ee

ewaldeden-2021-10-28

laubwälder entflammt

laubwälder entflammt

zitronen oder honiggelb,
in rost, ocker, orange die welt
dazwischen in purpurrot
und tiefem burgunder
fachwerkhäuser, ziegelbauten
staunend mir als tageswunder

reedgedeckt geduckte dächer
pilzgeruch der mich umfächert
samtgrün die hügel
es ruht dieser morgen
taufunkelnd schläfrig
und noch ohne sorgen.

© Chr.v.M.

Hast du schon mal…

Hast du schon mal deine Grenzen geseh’n
die Mauer des Könnens gespürt
kannst Leben aufrecht nur besteh’n
wenn die Seele deine Taten führet

Jeden Tag im Gesternlicht
sollt’ man wiederholen können
ohne das Charakter bricht
ohne das die Sünden brennen

Das Wollen dehne weiter aus
wie deine Kräfte reichen
dann kommt kein falscher Zug ins Haus
und links und rechts sich gleichen.

© ee

Standhaft . . .

Standhaft . . .

Wie ein Fels in der Brandung
wie eine Insel im Meer
so bist Du – meine Liebe
nichts wiegt mir so schwer

in den heftigsten Stürmen
in der dunkelsten Nacht
kann mich nichts schrecken
weil mein Stern irgendwo wacht

mag die Hölle auch winken
mit der süßesten Frucht
selbst wenn Zweifels Zinken
die Zerstörung versucht

ich werde nicht zaudern
ich werde nicht weichen
selbst wenn der Himmel hernieder fällt
werde ich niemals die Segel streichen
.

© ee

die Toleranz

die Toleranz

ist viel weniger als gemeinhin behauptet wird, und viel mehr als das, was sie im Verständnis plappernder Mäuler jemals sein kann.

Toleranz ist die Brücke zwischen sich Fremdsein und sich verstehen. Auf der einen Seite betreten wir die Brücke aus zwei Richtungen kommend mit einem uns fremden Geschöpf, und streben beide über einen Abgrund zum anderen Ufer.

Am Ende der Brücke Toleranz erwarten uns drei Wege.

Bis dahin müssen wir uns entschieden haben, ob wir den Anderen in seinem Anderssein akzeptieren –

dann können wir gemeinsam den breiten Mittelweg gehen. Lehnen wir ihn dagegen ab, bleiben uns nur die getrennten Wege.

Die Toleranz ist immer nur ein kurzer Weg, weil Brücken niemals endlos sind.©ee

Die Kreise des Lebens.

Die Kreise des Lebens kreisen niemals vergebens –
vom Ursprung bis an den äußersten Rand
sind sie gefüllt – mal mit wertvollem Gut,
mal mit scheinbar sinnlosem Tand.

Doch alles hat seinen Platz im Geschehen,
mag es hängen, liegen oder auch stehen –
alles Erscheinen ist ständig im Fluss
und mit Abstand betrachtet ein stimmiger Guss.

©ee

bin ich nicht hier dann bin ich dort :

https://kurzzeitbegrenzt.blogspot.com/

Christin

… kritisch nachgedacht.

… kritisch nachgedacht.

Es ist doch schon ein seltsames Gebaren – da werden im Sinnen, im Denken und Erwarten einer gewissen Anzahl menschlicher Geister ersonnene Worte in Texte gefasst und als unverrückbares und unverzichtbares Gesetz proklamiert. 

Das erinnert mich fatal an eine Begebenheit, einen Disput mit einer Standesbeamtin in einer mittelständischen friesischen Landgemeinde.

Ich plante, als der für die Entwicklung der Kultur Zuständige, besondere öffentliche Eheschließungen, mit Einbindung der örtlichen Geschäftswelt, u.a. um dem Fremdenverkehr in der verschlafen wirkenden Region, bzw. der dort ansässigen ‚Weißen Industrie‘ neuen Schub zu geben. 

Meine Überlegungen zur Belebung der Szenerie trug ich, mit der Bitte um Unterstützung verknüpft, der Kollegin auf dem Standesamt vor. Sie fragte mich sichtlich entsetzt, ob es mir Ernst damit sei. Meine Bejahung trieb sie auf die sprichwörtliche ‚Palme‘ der Empörung.
Die Ethik von Standesbeamten und die Kenntnisse der ihnen in der Ausbildung dazu vermittelten Erlasse und Vorschriften ließen eine solche entwertende kommerzielle Nutzung von Amtshandlungen natürlich nicht zu.

Meine Entgegnung auf ihre Art der Gesetzestreue, dass sie sich doch nur einmal vorstellen solle, in unserem Lande hätte eine Revolte stattgefunden und der neue Machthaber hätte mit Ablauf des Tages die Nichtigkeit aller bestehenden Gesetze und Erlasse verfügt, und ob sie das beim Dienstantritt am folgenden Morgen mit ihrem Verständnis unter einen Hut bringen könne, hat sie dann vollends ‚aus den Pantinen‘ kippen lassen.
Eine geharnischte Beschwerde, auf der uns beiden vorgesetzten Verwaltungsebene, war das folgenlose Ergebnis.

Diese Art von Kollektivgehorsam bricht sich angesichts der gegenwärtigen Verwirrungsabläufe um das ominöse Chinesische Corona-Virus in Europa wieder Bahn.

Bei einer täglich wachsenden Anzahl von Bürgern jedoch wächst das Unverständnis und das Unbehagen über die mit ihren Erklärungen, bzw. Erklärungsversuchen, im Nebel herumstochernden Fachleute und Experten.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da ein ganz böses Spiel gespielt wird. Es soll anscheinend in einem riesigen Feldversuch getestet werden, in welchem Maße der Kadavergehorsam bei den Individuen in unserer Gesellschaft heute noch vorhanden ist. 

Nach einer freien Presse mit unbeeinflussten Journalisten, als in der Vergangenheit so gern beschworenen 4. Gewalt, schaut man ja auch zumeist vergebens aus. Denn wer sich als Verleger, als Herausgeber oder als Schreiber nicht der „Gleichschaltung“ ergeben hat – sich nicht im sog. „Mainstream“ treiben lässt – der bekommt es immer häufiger mit offener Ablehnung, bis hin zur Verächtlichmachung oder Manipulation seiner kundgetanen Meinung zu tun.©ee

Ewaldeden 2020-04-27

https://kurzzeitbegrenzt.blogspot.com/

die Hymne der Küste.

Kein Besuch, kein Spaziergang
ohn’ Möwengeschrei
als eingängig Hymne der Küste .

Bei jedem
„komm doch mal mit“
sind sie dabei,
und kreischen hinaus ihre Lüste.

Ob Sonne ob Regen ob Sturmesgebraus
stets sind sie allgegenwärtig.

Sie brauchen nicht Hütte
und nicht steinern Haus,
nur intakte Natur –
und schon ist ihr Lebensplatz fertig.

©ee

Eine Sache die mich umtreibt …

Eine Sache die mich umtreibt …

Wo hat Er bloß die vielen Ecken
Schubladen und Regaleböden,
um all die Wetter zu verstecken
vom Herrgottsschön zum Nebligschnöden,
wenn Er sie grade mal nicht braucht?

Der Himmel als sein Lagerhaus
ist doch ein endlos runder Bau –
da sieht man doch die kleinste Maus.
Das weiß doch selbst ein Schweinchen Schlau –
wenn’s quiekend durch die Suhle kraucht.

Ich hege stets aufs Neu’ die Ahnung,
daß Er ein bannig kluges Wesen –
das trotz aufgeräumter Wohnung
ein heillos krauses Wetter macht –
ganz so, als wär’s von Hand verlesen.

© ee