Wilde See.

Wilde See

Wir fahren über die wilde See
Du und ich in einem winzigen Boot.
Solange ich deine Augen seh,
fürchte ich weder Sturm noch Tod.

Da kann ich rudern mit aller Kraft,
da lache ich über die Wellen.
Da weiß ich, dass ich es mit dir schaff,
dass wir nicht am Riffe zerschellen.

Doch fahren wir über das wilde Meer
und du lässt mich im Boot dann zurück,
dann gibt es für mich keine Wiederkehr.
Ich finde im Hafen kein Glück.

Verloren irre ich durch die Stadt,
such dich auf jedem Platze.
Weh dem, der keinen Menschen hat  –
wie eine verlaufene Katze.

Gertrud Everding
©Gertrud E.

Inferno . . .

Inferno . . .

Flammende Scheiterhaufen
die Welt zeigt ihr böses Gesicht –
die Seuchen in Strömen laufen
bis alles zusammenbricht.

Die Menschheit in ihrem Glauben,
an Forschung und alles im Griff,
sie pflückt weiter die giftigen Trauben,
sieht nicht das drohende Riff.

Anstatt das Ruder zu wenden,
in ruhige friedliche See,
lässt man die Massen verenden,
blickt hilflos auf blutigen Schnee.

Geschöpfe werden zu Ware,
zu Machtmitteln degradiert –
es würden besser klare
Verhältnisse definiert.

Im Rausch der Technik schwimmen
zu viele in zu vielem Geld –
es wird Zeit das Schiff zu trimmen,
sonst kentert zuvor diese Welt.

©ee
ewaldeden

Frühling

Digital StillCamera

Frühling

Frühling, schöner Blütentraum!
Kommst endlich nun nach grauen Tagen –
und wieder wird, man glaubt es kaum,
der alte Kirschbaum Früchte tragen.

Die Sonne hat jetzt Ernst gemacht
mit Vogelsang und Blütenduft.
Die Frösche quaken schon zur Nacht,
Frühling liegt in der Luft.

Der Kirschbaum blüht in vollem Flor,
nun weht von Süd der Wind.
Die Spatzen tschilpen überm Tor,
weil sie so fröhlich sind.

Gertrud Everding
©Gertrud E.

GE

Männer und Frauen

Männer und Frauen

Was wären Männer ohne Frauen?
Sie wüssten nichts von süßer Liebeslist.
Sie hätten auf der Straße nichts zum Schauen,
würden nie denken: Kiek, wie hübsch die Kleene is!

Sähen nur Autos und Maschinen,
fachsimpelten und fühlten sich sehr stark.
Es machte niemand schöne Augen ihnen.
Das ganze Leben wäre doch nur Quark.

Das Dasein ohne Männer wär’ für Frauen
nichts anderes als öd und blöd und fad.
Wer sollte schon nach IHREN Beinen schauen
und pfeifen bis SIE lächelt? – Wär’ doch schad’!

Ach, wenn da keine Männer wären,
lief alles in der Welt verkehrt.
Wenn eins das andre hält in Ehren,
dann ist das Leben lebenswert.

Wer schafft mit Kraft für die Familie?
Wer ist mit Stolz der Herr im Haus?
Pflanzt SIE für IHN ganz zärtlich Petersilie,
ER macht IHR Apfelbäume draus.

Wenn beide voller Eifer schaffen,
dann schlägt das Herz im gleichen Takt.
Wozu nur gieren, hassen, raffen?
Hey, liebt Euch Leute! Das ist Fakt.

Gertrud Everding
©Gertrud E.

Frühling

Eines abends trug der Wind
den Frühling an das offen Fenster
leise hatte sich der Tag
mit Blütendüfte gefüllt
sacht noch und vorsichtig
in Farben gehüllt,
das der Mond sich verneigte
und voll vor Verlangen
sich schmal vornüber beugte
seitdem hängt am Sichelmond
die Ewige Wiederkehr sichtbar
uns Menschen
zwischen dem Sternenlicht.

© Chr.v.M

ich habe den Tag gesehen.

Since Poets have told of sunset,
What is left for me to tell?
I can only say that I saw the day
Press crimson lips to the horizon gray,
And kiss the earth farewell.

©Effie Lee Newsome.

frei Übersetzt :

Seit Dichter vom Sonnenuntergang erzählt haben,

Was bleibt mir zu erzählen?

Ich kann nur sagen, dass ich den Tag gesehen habe

Drücke purpurrote Lippen an den grauen Horizont,

Und küss die Erde zum Abschied.

©Effie Lee Newsome.

Traumgärten

die nacht schlägt königsblaue falten
im balsamgarten plätschert der fluß.

der himmel atmet mondträume aus
das sternenzelt fängt mir ein lächeln ein.

im schirm der lampe
erkenne ich sanftträumende augen.

du hauchst herzen
auf das eis deines fensters .

du bist mir mein leben
tief in mir ist glück.

© Chr.v.M.

kein Gedicht.

GEDANKEN an Dich.