lohnend

tree-4120508_640

lohnend.

das klangfabulieren
unter den blättern
der uralt platane
mit dem flüstern der schatten

das sonnenlächeln
über den zeilen
zwischen dem bewahren
von erinnerungen

das lebendsstark einatmen
mit dem abblättern
der borke
dann das notizheft schließen

um dem leben neu
zu danken.© Chr.v.M.

dat klangfabulieren
ünner de bladern
de starvensold platane
mit de wispeln de schemen
.
dat sünnengniffeln
över de riegen
tüsken de wahren
van dat memoorje
.
dat evendmachtig inamen
mit de ofbladern
de bark denn
dat anschrievbook sluten
.
üm dat leven neei
to danken.© Chr.v.M.
.
autumn-leaf-2774882_640

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

 

 

Der „ehrliche “ Bischofsprotest …

und das ‘kanonische Recht’
Die Feistgesichter, Sagenstrichter
spucken hehre Worte aus –
sie tun als wär’n sie Geisteslichter,
dabei sind sie nur Glaubens Graus.
Grell betuchte bunt’ Gewänder,
Glitzergold wohin man schaut –
kein Blick fällt auf Gesellschafts Ränder,
das Einzige, man betet laut.
Man betet laut, das man bedauert,
das solches Untun Regel war –
bis auf den Umstand, daß man mauert
sei doch alles Sonnenklar.
Die Täter wurden „amtsverschoben“,
gar möglichst noch im Nahbereich –
mit einem dichten Netz umwoben,
so lauernd auf den nächsten Streich …
Die „Opfer“, oft alleingelassen,
steh’n am Rand‘ der Zer’monie –
das fasse doch wer es kann fassen,
ich für mein’n Teil, ich kann es nie.
 © ee
ewaldeden2018-09-28

Twee besünner Hunnen

 

 

Twee besünner Hunnen

Us Stuuvenschkapp de wee ut schwaart Eeken moakt – de middelste Döör van d‘ Ünnerdeel wee ut blankpoleert Wuddelholt.
Achter de Glasschieven in de Upsetter blenker een Lakörkaraffe mit de dorto gehörigen Glöäs.
Dat wee heel fien Kristall ut Itoaljenien. Su wuur dat tominnst bi us in Huus jümmers sächt.
De har mien Voader van een van sien Foahrten mitbroacht – wiel – mien Voader de wee Seemann. He har in sien Boantji veel van de Welt sehn.
In de Karaffe is nie nich Lakör inwääsen – un ut de Glöäs is nie nich drunken wurden. Wi weesen joa man aarm Lüü, un dor geböör sükk suwat ähm nich.
Ikk hevv dat in mien Kinnertied nich anners sehn, as de tinkelnden Glöäs achter de Schieven.
Dat wee Moder hör ganze Stollt. Ikk mach woll bäter särgen, dat wee hör halwige Stollt – de anner Hälft de stunn näämlich an de Sieden van dat Böverdeel.
Dat weesen twee Hunnen – twee witte Porzelloandeerten.
See harn laang Schlappoorn – een moiet Gesiächt upmoalt, un een güldigen Kett üm de Hals mit een groodet Schlött dor an.
Dat weesen us Ingelsch Hunn’n. De har Voader ok van de Reis mitbrocht. Wenn Moder nu meen, dat see alleen in d‘ Stuuv wee, denn streeken hör Hannen allmoal sinnich över dat witte Porzelloan. Dorbi keek see denn ut, as wenn see mit hör Gedankens heel wied wäch wee.
Kinneroogen de seecht sowat.
Dat wee Joahren loater – Voader leech all laang ünner de grööne Grund un Moder wee mit hör Woahnung noa wietwäch trukken – dor stunnen de Hunn’n jümmers noch an de sülvige Stää. As wenn see an dat Holt fastwussen ween.
Hör schwielich Hann’n sträken noch mit de sülvige Lichtichkeit doröver hen, un hör Oogen wiesen mi bit toletzt, dat see mit hör Gedankens noch netso wiet wäch wee, as för füfftich Joahr.
Har hör Keerl hör ok nich veel Goods doan in hör Lääven – de Leevde to hüm de seet jümmers noch in hör Haart.
As ikk all een utwussen Minsch wee, hett mi een olen Koptein – ünner de mien Voader noch noa See to foahren is – moal verklokfidelt, wat dat mit de ingelsch Hunn’n för een Bewennt har.
So een Seereis, de düür meist laang. De Scheepen ween foaken wäkenlang – ov wat säch ikk – moantenlang up dat wiede Meer ünnerwägens. In elker Hoaben, de dat Scheep up de Reis anleep, gungen de Seelüü an Land. Wiel – see harn joa meist düchdich Schmacht in de Büx. De eegen Froonslüü seeten joa moi hoch un drööch wiet wäch in Huus.
In elker Hoaben geev dat domoals ok all Doams, de för sowat een fiksen Hand harn. Wenn dat nu jüüst een ingelschen Hoaben wee, wor dat Scheep fastmook, denn wee dat so een eegen Soak.
In dat britannisch Keunichriek dor wee Leevde verkoopen verboaden. De Schandarms in de Hoabenveedels – de Bobbies, as een Ingelschminsch woll sächt – de harn dor een bannich schkaarp Ooch drup. Mennichmoal ok woll twee Oogen, wiel dat joa ok blods Mannslüü weesen.
Up jederfall mussen de Doams mit de Klöäterbüssen heel moi woahrschoo hollen, wenn see de Lüttmanndjis van de schmachtigen Seelüü wat to futtern geeven.
Dat givt oaber joa niks up de Welt, wat een strammen Seemannsknütt nich hollen kann. Dat Doon wee denn heel eenfach.
Wenn de Seelüü bi de Doams to een honorigen Pries een Porzelloanhund köfft harn, denn drüffen see hör upto de Klöäterbüssen vull speen. Un aal ween see wäär tofrää. Kiek – un twee van disse „ingelsch“ Hunnen de stunnen bi us up d’ Stuvenschkapp. Ikk hevv dat nie nich över d‘ Haart brocht, Moder dorvan to vertellen. See hett de wiede Blikk in de Oogen – de see har, wenneer see saacht över de Hundskoppen streek – mit up hör letzte Reis noamen.
© ee 

Gefühl . . .

Märchennächtige Augen
locken mich zum Glück
am Wolkendeich der Himmel
ist voller Sterngestick
drum laß ich mich umfangen
bin von Erwartung froh
freu mich auf deine Liebe
ich weiß nur noch nicht wo
und ist sie dann geschehen
die bunte Seligkeit
das Glück wird leis‘ verwehen
wohl in die Ewigkeit.
© ee

de Tied.

city-997390_640 

Wat is de Tied ?

 

 

Wat is de Tied, wat deit see mi –
häst du di dor allmoal noa froacht?
Wat do ikk hör woll foaken säär,
wenn ikk hör ankiek as een Ploach.
Wat is de Tied, wat givt see mi
an good Belääv un Haartensfreud
wenn see mit Tied lett föör Plesäär
un woahrt mi föör so mennich Meut.
Wor is de Tied, wor is see blääven –
seech blods noch hör Footstapperee,
as Teeken van vergoahnet Lääven
an d’ Kant van d’ upgewöölte See.
Wat moakt de Tied in tokoamen Tieden,
wor löpt see hen, wat will see doon –
sücht see de Tied woll all van Wiiden
wor Minschenwaark drocht Düwels Kron …?
© ee

Inhusersiel …

brixham-harbour-1406907_1280 

  Inhusersiel … 
Wat wee dat hier een moie Tied 
man har de Doach so recht to foaten 
wat gung van hier dat Ooch so wiet 
ikk kann di ut mien Haart nich loaten 
 Ikk hör de Handörgel noch schmüstern 
wenn schnoabens dat Lucht all sinnich wur 
denn seeten wi bit hen in düstern lusterten 
Vertelln van mennich Tuur 
De Röäk van d’ Törffüür trukk gediegen 
över d’ Diek un langs dat Deep 
dukelnd Hüüs in lange Riegen 
dat wee as wenn dat Dörp all schleep 
Ov un to een heesterk Galpen 
as wenn de Nacht sükk sülvst verfäärt 
ludet Schakkern – saachtet Schalpen 
Ruh un Frää de Tied geböört 
De Hääven wee as sieden Linnen 
de Lücht streek as een zoarten Hand 
us wee as kunn’n wi blods noch winnen 
in dissed wunnerboare Land 
Vöörbi is all dit moie Föölen 
du büst nich mehr – mien oled Siel 
ikk moot nu eers mien Haartblood köölen 
ann’s stoa’k hier glieks – un blaar un giel. 
© ee 

brixham-1400190_640

Rookflagg.

Rauchfahnen.

Rauchfahnen im Nebel deiner Landschaft.
Zwischen den Spuren vertrockneter Wildrosen
ein Lichtgewirr vergessen geglaubter Liebesbeteuerungen.

Auf den Hügeln unter dem Wind
stürzt noch immer der Sternenhimmel
unaufhaltsam staunend auf unser unsichtbares Band.© Chr.v.M.

Rookflagg.
rookflagg in de dook diener landskupp.
tüsken de sporen versoorte wildrosen
in lüchthimphamp vergeten jeglövten leevsekerden.
up de höchte ünner de winden
stuven noch ewig de steernhemel
stillweg wunnernd up unser neettosehn band.© Chr.v.M.